Weltweit erstes Side-by-Side-Vehicle mit Wasserstoffantrieb: BRP-Rotax zeigt Potenzial innovativer Antriebssysteme Projekt HyFleet: Erstmalige Integration eines modularen Brennstoffzellen-Antriebs in ein straßenzugelassenes Side-by-Side-Spezialfahrzeug Praxistaugliche Alternative: Bis zu 400 km Reichweite und Betankung in weniger als fünf Minuten Technologieoffenes Engineering: Maßgeschneiderte Antriebslösungen für unterschiedliche Anwendungen von BRP-Rotax Forschungs- und Entwicklungskompetenz: Erfolgreiche Umsetzung von Förderprogrammen Gunskirchen, 27. April 2026 – BRP-Rotax hat weltweit erstmalig einen modularen Brennstoffzellen-Antrieb in ein geländegängiges Side-by-Side-Vehicle mit Straßenzulassung integriert. Der Prototyp wurde im Rahmen des Forschungsprojekts HyFleet, das aus Mitteln des Klima- und Energiefonds und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert wurde, erfolgreich aufgebaut, in Betrieb genommen und von Sommer bis Winter 2025 unter realen Einsatzbedingungen auf On- und Offroad-Strecken getestet. Mit einer Reichweite von bis zu 400 km und einer Betankungszeit von weniger als fünf Minuten zeigt HyFleet, dass wasserstoffbasierte Antriebssysteme eine praxistaugliche, emissionsfreie Alternative für Spezialfahrzeuge mit hohen Energie- und Reichweitenanforderungen sein können. BRP-Rotax bringt Forschungserkenntnisse in die Anwendung Gerade für kommunale Anwendungen, Land- und Forstwirtschaft, Tourismus sowie industrielle Spezialanwendungen gewinnen leistungsfähige, emissionsfreie Fahrzeuge an Bedeutung – insbesondere in ökologisch sensiblen Gebieten, in denen Lärm- und Abgasemissionen eine erhebliche Belastung für Umwelt, Natur und Anrainer darstellen. Mit HyFleet zeigt BRP-Rotax, wie alternative Antriebstechnologien erfolgreich aus dem Forschungsumfeld in ein reales Szenario überführt werden können. Im Fokus stand dabei die systemische Integration von Brennstoffzellensystem, elektrischer Antriebseinheit, Wasserstoffspeicher, Steuerung und Betankungsinfrastruktur in ein leistungsfähiges Gesamtsystem. „HyFleet zeigt, dass wir in der Lage sind, komplexe Antriebstechnologien ganzheitlich zu entwickeln und in ein funktionierendes Gesamtsystem zu überführen, von der ersten Konzeptidee bis zur validierten Anwendung unter realen Bedingungen. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Systemverständnis, globaler Entwicklungsorganisation und effizient gestalteten Prozessen“, so Stefan Arndt, General Manager BRP-Rotax, VP R&D Powertrain. Technologieoffenes Engineering für unterschiedliche Anwendungen Als verlässlicher Engineering-Partner für zukunftsorientierte, förderfähige Technologien unterstützt BRP-Rotax andere Hersteller, die keine eigene Kompetenz in diesen Bereichen aufgebaut haben oder Kleinserien und Sonderanwendungen realisieren wollen. Die jahrzehntelange Erfahrung als etablierter Antriebsspezialist aus der Powersports-Welt bringt BRP-Rotax nun verstärkt in den Bereich der Spezial- und Nutzfahrzeuge ein. Das Unternehmen entwickelt technologieoffen maßgeschneiderte Antriebslösungen – von elektrischen über wasserstoffbasierte bis hin zu hocheffizienten Verbrennungssystemen oder Kombinationen daraus. Damit erweitert BRP-Rotax das breite Einsatzspektrum seiner Antriebssysteme, das von klassischen Offroad- und Spezialfahrzeugen bis zu Anwendungen in Bau, Landwirtschaft oder maritimen Bereichen reicht. Die im HyFleet-Projekt entwickelte modulare 90-kW-Brennstoffzellenplattform bildet dabei die Grundlage für vielseitige mobile und stationäre Anwendungen. „Die Mobilität der Zukunft wird nicht durch eine einzelne Technologie bestimmt, sondern durch den konkreten Anwendungsfall. Genau deshalb verfolgen wir einen konsequent technologieoffenen Ansatz – von elektrischen über wasserstoffbasierte bis hin zu hybriden Antriebslösungen. Unser Anspruch ist es, für jede Anwendung die technisch und wirtschaftlich beste Lösung zu entwickeln und diese gemeinsam mit unseren Partnern effizient in die Umsetzung zu bringen, vom Prototyp bis zur skalierbaren Kleinserie”, erläutert Arndt. „HyFleet ist dafür ein klarer Proof Point: Wir zeigen, dass wir komplexe Entwicklungsanforderungen in unternehmensübergreifenden Teams strukturiert steuern und erfolgreich realisieren können.“ Förderprogramme als Treiber für technologische Entwicklung Der erfolgreiche Abschluss von HyFleet zeigt, wie wichtig Förderprogramme für die technologische Entwicklung sind. Diese sind ein wesentlicher Treiber für Innovation, um neue Technologien zu entwickeln, unter realen Bedingungen zu testen und in die Anwendung zu überführen. „Unsere Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur im Kompetenzzentrum in Gunskirchen und an unseren Standorten in Kottingbrunn und Taiwan ermöglicht es uns, komplexe Technologien effizient zu entwickeln und global zu skalieren. Dabei geht es nicht nur um einzelne Produkte, sondern um den Aufbau von Systemkompetenz und technologischen Fähigkeiten, die langfristig den Unterschied machen. Genau hier entsteht die Grundlage für die Mobilität von morgen“, so Stefan Arndt.