Wenn Kinder Ferien machen, hat die Haftpflicht Hochsaison Eine aktuelle Analyse von Helvetia Österreich zeigt: Von Juni bis August werden im Schnitt um 36 Prozent mehr Haftpflichtschäden durch Kinder gemeldet als in den Wintermonaten. Typische Schäden entstehen, weil Kinder in der Ferienzeit aktiver sind, mehr Zeit draußen verbringen und häufiger in wechselnden Betreuungssituationen sind. Wien, 29. Juni 2026 – Mehr Zeit im Freien, mehr Bewegung, mehr unbeaufsichtigte Momente: In den Sommermonaten steigt das Risiko für Missgeschicke mit teils erheblichen Folgen. Eine aktuelle Analyse von Helvetia zeigt, dass Haftpflichtschäden durch Kinder in der warmen Jahreszeit deutlich häufiger gemeldet werden als im Winter. Die Auswertung der Daten von 2016 bis 2025 macht den saisonalen Effekt klar sichtbar: Von Juni bis August liegt das durchschnittliche Schadenaufkommen um rund 36 Prozent über jenem der Wintermonate Dezember bis Februar. Auch die klassischen Ferienmonate Juli und August liegen über dem Jahresniveau. »Im Sommer sind Kinder aktiver, häufiger draußen unterwegs und in exponierten Situationen – etwa beim Radfahren in Parks oder beim Spielen in Wohnanlagen und auf Spielplätzen. Gleichzeitig wechseln in den Ferien oft die Betreuungssituationen. Kinder sind öfter bei Verwandten, Freundinnen und Freunden oder in externer Betreuung. Diese Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit für Missgeschicke und damit auch das Schadenaufkommen«, erklärt MMag. Andreas Gruber, Vorstand Schaden-Unfall von Helvetia Österreich. Ferien bei Verwandten – nicht jeder Schaden ist gedeckt Besonders bei Betreuung innerhalb der Familie lohnt sich ein genauer Blick in die Polizze. Denn manche Haftpflichtversicherungen schließen Schäden innerhalb der Familie oder im erweiterten Verwandtenkreis aus oder decken sie nur eingeschränkt. »Wenn Kinder in den Ferien etwa bei den Großeltern sind, kann ein Schaden schnell im familiären Umfeld entstehen. Ob dieser gedeckt ist, hängt vom konkreten Versicherungsschutz ab. Ein Blick auf mögliche Ausschlüsse ist daher wichtig«, rät Gruber. Kleine Unachtsamkeit, großer Schaden Ob eingeschlagene Fensterscheibe, kaputte Vase oder Delle im Auto: Typische Sommer-Sachschäden entstehen beim Toben im Freien, durch Zusammenstöße mit Fahrrädern oder E-Scootern sowie durch Unachtsamkeit auf Spielplätzen, in Parks oder Wohnanlagen. Wie hoch die finanziellen Folgen sein können, zeigen nicht zuletzt Fälle beschädigter Kunst- oder Ausstellungsstücke, die in den vergangenen Jahren immer wieder für mediale Aufmerksamkeit gesorgt haben. Ob solche Schäden gedeckt sind, hängt vom konkreten Versicherungsvertrag ab. Entscheidend sind unter anderem Deckungssumme, Ausschlüsse und die Frage, ob Schäden an besonders wertvollen Gegenständen oder im familiären beziehungsweise betreuenden Umfeld mitversichert sind. »Kinder verursachen Schäden meist nicht absichtlich. Gerade deshalb ist ein umfassender Haftpflichtschutz wichtig, besonders in den Sommermonaten, wenn das Risiko nachweislich steigt«, betont Gruber. Auf einen Blick:  Im Sommer steigen Haftpflichtschäden durch Kinder deutlich: Von Juni bis August werden im Schnitt rund 36 Prozent mehr Schäden gemeldet als im Winter. Gründe: Kinder sind in den Ferien aktiver, öfter draußen und häufiger in wechselnden Betreuungssituationen. Typische Schäden: beschädigte Gegenstände, Dellen an Autos oder Schäden durch Fahrrad und E-Scooter Wichtig: Nicht jeder Schaden ist automatisch gedeckt, vor allem im familiären oder betreuenden Umfeld. Empfehlung: Polizze vor den Ferien prüfen (Deckungssumme, Ausschlüsse und Mitversicherung von Kindern)