Mastercard-Studie zeigt: Jede zweite Person in Österreich möchte im Urlaub neue Fähigkeiten lernen Der „Skilliday“ – eine Kombination der englischen Wörter „skill“ und „holiday“ – boomt diesen Sommer in Österreich und Europa. Knapp die Hälfte der Österreicher:innen (45 %) plant, während des Sommerurlaubs eine neue Fähigkeit zu erlernen – angeführt von der Generation Z. Jede dritte Person in Österreich (32 %) hat in diesem Jahr bereits eine Reise gebucht, um gezielt eine neue Fähigkeit zu erlernen. Wien, 3. Juli 2026 – Der klassische Badeurlaub bekommt Konkurrenz vom „Skilliday“: Einem Urlaub, bei dem das Erlernen neuer Fähigkeiten im Mittelpunkt steht. Denn beinahe die Hälfte der Österreicher:innen (45 %) plant, während ihres Urlaubs eine neue Fähigkeit zu erlernen.[1] Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage von Mastercard unter mehr als 27.000 Urlauber:innen in 28 europäischen Ländern, darunter auch Österreich. Urlaub mit Mehrwert: Erlebnisse werden wertvoller als Souvenirs Ungefähr ein Drittel der Österreicher:innen (32 %) hat für dieses Jahr bereits eine Reise gebucht, die gezielt dem Erlernen einer neuen Fähigkeit dient, sei es das Lernen einer neuen Sprache, einer Sportart oder sogar das Aneignen von Überlebensfähigkeiten. Vor allem jüngere Menschen in Europa treiben diesen Trend voran: 57 % der 18- bis 24-Jährigen und 52 % der 25- bis 34-Jährigen haben für dieses Jahr bereits eine spezielle Reise mit Lernfokus geplant. Knapp die Hälfte in Österreich (44 %) findet Reisen bedeutungsvoller, wenn sie dabei etwas Neues lernen. Eine ähnlich große Gruppe (42 %) ist der Ansicht, dass neu erworbene Fähigkeiten mittlerweile wertvollere Erinnerungen darstellen als Souvenirs. Dieser Wandel ist Teil eines breiteren Konsumtrends, bei dem Erlebnisse zunehmend höher bewertet werden als materielle Güter. Entscheidend ist auch, dass der „Skilliday“-Trend neue Umsatzchancen für kleine und mittlere Unternehmen im Tourismussektor eröffnet. Die Branche beschäftigt jede neunte Person in Europa und trägt 10,5 %[2] zum BIP der Europäischen Union bei. Mehr als ein Drittel der österreichischen Reisenden (36 %) ist bereit, für eine Reise, bei der sie eine neue Fähigkeit erlernen können, mehr zu bezahlen. Dabei werden lokale Anbieter, die authentische Erlebnisse ermöglichen, bevorzugt. „Unsere Daten zeigen, dass Reisende heutzutage gezielt nach Erlebnissen suchen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen – und zunehmend auch nach Fähigkeiten, die langfristig erhalten bleiben“, so Michael Brönner, Country Manager Mastercard Österreich. „Das spiegelt auch einen grundlegenderen Wandel darin wider, wie Menschen den Wert ihres Geldes wahrnehmen. Ausgaben für Erlebnisse zeigen sich widerstandsfähiger als Ausgaben für Waren, und ‚skillbasierte Reisen‘ befinden sich genau in diesem Segment“, erklärt Brönner weiter. Die Wunschliste der neuen Fähigkeiten Das Erlernen neuer kreativer Fähigkeiten steht ganz oben auf der Liste der Fähigkeiten, die Österreicher:innen während ihrer Reisen erlernen möchten. 31 % möchten sich nämlich auf dem Gebiet Fotografie, Malerei oder Schreiben weiterbilden. Dicht dahinter folgen kulinarische Erlebnisse: 27 % interessieren sich für Kochkurse und kulinarische Workshops, während 25 % einen Blick hinter die Kulissen werfen und erfahren möchten, wie lokale Produkte wie Wein oder Käse hergestellt werden. Jede fünfte Person (22 %) möchte abseits ausgetretener Pfade Überlebensfähigkeiten wie Nahrungssuche in der Natur, Orientierung oder Bushcraft-Techniken erlernen. Weitere 15 % interessieren sich für traditionelle Handwerks- und Kulturtechniken, um historisches Wissen und alte Fertigkeiten kennenzulernen. Die zehn beliebtesten Fähigkeiten, die Österreicher:innen 2026 im Urlaub erlernen möchten Kreative Fähigkeiten (Fotografie, Malerei, Schreiben) – 31 % Grundlegende Sprachkenntnisse und Konversationen in der neuen Sprache – 27 % Kulinarische Fähigkeiten und Kochworkshops mit lokalen Köch:innen – 25 % Herstellung von Lebensmitteln und Getränken (z. B. Wein, Käse) – 25 % Traditionelles Handwerk (Töpfern, Holzverarbeitung, Textilarbeit) – 25 % Wellness und Bewegung (Yoga, Meditation, Tanz, Kampfsport) – 24 % Outdoor- und Überlebensfähigkeiten (Nahrungssuche, Orientierung) – 22 % Sportarten (z. B. Skifahren, Surfen, Klettern, Wandern) – 21 % Traditionelle Handwerks- und Kulturtechniken – 15 % Fähigkeiten für nachhaltiges Leben (Permakultur, Naturschutz) – 12 % Unterschiedliche Interessen in Europa Innerhalb Europas unterscheiden sich die bevorzugten Lerninhalte je nach Herkunftsland deutlich. Menschen in Serbien zeigen das größte Interesse am Sprachenlernen: 45 % möchten im Urlaub eine neue Sprache erlernen. Urlauber:innen aus Rumänien begeistern sich besonders für Kulinarik – zwei von fünf Befragten (41 %) möchten Kochkurse besuchen. Für Menschen aus Schweden steht hingegen die Herstellung von Lebensmitteln und Getränken im Fokus: 37 % möchten besser verstehen, wie regionale Produkte produziert werden. In Slowenien fühlen sich 35 % von Wellness- und Bewegungsangeboten wie Yoga, Meditation oder Tanz angezogen. Italiener:innen interessieren sich besonders für traditionelles Handwerk – 31 % möchten Fähigkeiten wie Töpfern, Weben oder Holzverarbeitung erlernen. Kreative Tätigkeiten erfreuen sich neben Österreich vor allem auch in Kroatien und Serbien großer Beliebtheit: Jeweils rund 31 % möchten ihre künstlerischen Fähigkeiten weiterentwickeln. Die sportlichsten Reisenden kommen aus der Ukraine: Mehr als ein Viertel (28 %) möchte im Urlaub eine neue sportliche Fähigkeit erlernen. Methodik Mastercard führte gemeinsam mit dem Forschungspartner 3Gem eine Umfrage durch, um die Nachfrage nach lernorientierten Aktivitäten auf Reisen zu untersuchen. Die Feldphase fand im Februar 2026 statt. Insgesamt wurden 27.000 Personen in 28 Ländern befragt. Die Erhebung umfasste Daten aus Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Israel, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, der Schweiz, der Ukraine und dem Vereinigten Königreich. [1] Sämtliche Tourismusdaten in dieser Aussendung basieren auf der beschriebenen Umfrage. [2] Daten des World Travel & Tourism Council (WTTC), Economic Impact Research 2025.