PwC AI Jobs Barometer: Einstiegsjobs erfordern solide Soft Skills PwC analysierte weltweit eine Milliarde Stellenanzeigen Junior-Rollen verändern sich am stärksten: Arbeitgeber verlangen in KI-geprägten Einstiegsjobs zunehmend Soft Skills wie kritisches Denken, Führung und Kollaboration. KI schafft auch Wachstum: Unternehmen mit hohem KI-Einsatz steigern Produktivität und Beschäftigung deutlich stärker als Unternehmen mit geringer KI-Nutzung. KI-Kompetenzen werden zum Wettbewerbsvorteil: Stellen, die KI-Know-how erfordern, bieten weltweit einen durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 %. Wien, am 6. August 2026 – Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat im Rahmen der aktuellen Studie AI Jobs Barometer weltweit eine Milliarde Stellenanzeigen analysiert. Ziel der Erhebung war es, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Jobprofile zu untersuchen und daraus Entwicklungen für den globalen Arbeitsmarkt abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen: Die Anforderungen in KI-geprägten Berufen verändern sich deutlich schneller als in weniger von KI beeinflussten Tätigkeiten. Vor allem für Einstiegspositionen erwarten Arbeitgeber zunehmend starke Soft Skills – Kompetenzen wie beispielsweise kritisches Denken, Kollaboration, Veränderungsfähigkeit und Führung.   „Wer heute in den Arbeitsmarkt einsteigt, wird von Anfang an gefordert. Das ist für junge Menschen eine große Chance, aber auch eine Herausforderung. Für unser Bildungssystem und für Unternehmen bedeutet das zugleich, dass sie Berufseinsteiger:innen künftig anders fördern und begleiten müssen als bisher“, ordnet Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich, die Ergebnisse ein.   Produktivität schafft Beschäftigung Entgegen der häufig geäußerten Sorge, Künstliche Intelligenz werde vor allem Arbeitsplätze ersetzen, zeichnet die Analyse ein differenzierteres Bild. Unternehmen in KI-intensiven Bereichen steigern ihre Produktivität stärker und bauen gleichzeitig ihre Belegschaften schneller aus. Zwischen 2018 und 2025 stieg die Produktivität von Unternehmen mit hohem KI-Einsatz um 34 % (geringer KI-Einsatz: 24 %). Parallel dazu wuchs ihre Beschäftigung um 52 %, während Unternehmen mit geringer KI-Nutzung ihre Belegschaft um 36 % ausbauten.   „Wir beobachten hier ein klassisches Muster der Wirtschaftsgeschichte. Auch die Industrialisierung hat kurzfristig Jobs verdrängt, langfristig aber deutlich mehr neue geschaffen, weil Produktivitätsgewinne Wachstum ermöglichen. Dieses Wachstum schafft wiederum neue Aufgaben und erhöht den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften“, kommentiert Krickl.   KI verändert den Arbeitsmarkt unterschiedlich stark Gleichzeitig entwickelt sich weltweit ein zunehmend zweigeteilter Arbeitsmarkt. Besonders dynamisch wachsen sogenannte „Professionalised Roles“ – Berufe, in denen Künstliche Intelligenz Routineaufgaben übernimmt und dadurch menschliches Urteilsvermögen, Fachwissen und Entscheidungsfähigkeit zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Diese Berufsgruppen wachsen weltweit mehr als doppelt so schnell wie „Democratised Roles“, in denen KI gewisse Tätigkeiten stärker standardisiert und dadurch auch für Nicht-Fachleute zugänglicher macht.   Um mögliche Auswirkungen für die Zukunft abzuleiten, nennen die Studienautor:innen die Einführung von Tabellenkalkulationen in den 1980er-Jahren als Beispiel: Während Excel & Co viele Aufgaben in der Buchhaltung automatisierten und die Zahl entsprechender Stellen langfristig zurückging, eröffneten sie Finanzanalyst:innen neue Möglichkeiten für komplexere Analysen – mit steigender Nachfrage und höheren Gehältern.   KI-Kompetenzen werden zum Gehaltsfaktor Indes steigt der Wert von KI-Kompetenzen. Stellen, die spezifisches KI-Know-how erfordern, sind weltweit mit einem durchschnittlichen Gehaltsaufschlag von 62 % verbunden (2025: 57 %). Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach entsprechenden Fähigkeiten rasant: Binnen eines Jahres stieg die Zahl der ausgeschriebenen Stellen, die Kompetenzen wie Prompt Engineering oder Machine Learning verlangen, um 69 %.   „KI-Kompetenzen sind gefragter denn je, Menschen, die sie souverän einsetzen können, bleiben jedoch rar. Nicht die Technologie allein macht Unternehmen erfolgreicher, sondern die Menschen, die sie sinnvoll einsetzen. KI-Tools kann heute jedes Unternehmen kaufen – kritisches Denken, Urteilsvermögen und Teamfähigkeit nicht. Wer jetzt in diese Fähigkeiten investiert, verschafft sich einen Vorsprung, der in den kommenden Jahren weiter an Wert gewinnen wird“, so Krickl abschließend.   Über die Studie Das AI Jobs Barometer von PwC basiert auf der Auswertung von mehr als einer Milliarde Stellenanzeigen aus 27 Ländern auf sechs Kontinenten. Die Analyse untersucht, wie Künstliche Intelligenz Jobs, Skills, Löhne und Arbeitsproduktivität beeinflusst. Weitere Infos unter: https://direkt.pwc.at/ai-jobs-barometer