7 von 10 haben Probleme bei Online-Reisebuchung Accessiway-Umfrage: Digitale Barrieren schränken 71,2 % der Österreicher:innen bei der Online-Buchung von Reisen und Unterkünften ein Überraschend: Jüngere stärker von digitalen Barrieren betroffen als Ältere Häufigste Probleme: Sitzung abgelaufen, Angebot nicht mehr verfügbar Barrierefreiheitsgesetz verpflichtet Unternehmen, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten Wien, am 19. Oktober 2026 – Die kalte Jahreszeit steht bevor und immer mehr Österreicher:innen planen ihren Winterurlaub. Laut Statistik Austria bucht fast die Hälfte (49,0 %) ihre Unterkunft online. Im Internet stoßen die Österreicher:innen jedoch auf zahlreiche digitale Barrieren, die die Buchung erschweren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Accessiway, dem führenden europäischen Anbieter für digitale Barrierefreiheit, der im ersten Gartner® Magic Quadrant™ für digitale Barrierefreiheitsplattformen als Marktführer ausgezeichnet wurde. Die häufigsten Barrieren bei Online-Buchungen Sieben von zehn Österreicher:innen (71,2 %) haben Probleme bei Online-Buchungen von Reisen und Unterkünften. Jede:r Fünfte (20,9 %) klagt über abgelaufene Sitzungen oder darüber, dass das ausgewählte Angebot bei Kaufabschluss plötzlich nicht mehr verfügbar war. Ebenfalls jede:r Fünfte (20,7 %) gibt an, dass die Online-Zahlung nicht funktioniert hat. Für 17,6 % sind Buchungswebsites oder -Apps zu unübersichtlich oder überladen. CAPTCHAs und andere Sicherheitsüberprüfungen haben die Buchung für 14,8 % erschwert. Digitale Barrieren wie diese hindern nicht nur die Österreicher:innen beim Buchen ihres Winterurlaubs, sondern schaden auch der Wirtschaft. „Digitale Barrieren betreffen Menschen mit und ohne Behinderung. Sie schaden der Wirtschaft und erzeugen in der stressigen Vorweihnachtszeit zusätzliches Kopfweh bei den Österreicher:innen. Von digitaler Barrierefreiheit profitieren alle“, sagt Christian Stephan, Geschäftsführer von Accessiway in Österreich. Jüngere stärker betroffen als Ältere Je jünger die Befragten, desto öfter geben sie bei der Accessiway-Umfrage Probleme bei der Online-Buchung von Reisen und Unterkünften an: Während von der Gen Z 81,4 % Probleme hatten, nimmt dieser Anteil über die Millennials (70,9 %) und Gen X (68,5 %) bis zu den Babyboomern (62,2 %) mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab. „Je jünger die Menschen, desto höhere Standards haben sie, was die barrierefreie Nutzung von digitalen Inhalten angeht“, interpretiert Stephan diese Zahlen. Vergleichsweise viele Babyboomer nutzen digitale Buchungssysteme hingegen überhaupt nicht: 21,6 % dieser Generation geben an, noch nie online eine Reise, Fahrt oder Unterkunft gebucht zu haben. Von den Befragten der Gen Z sagen das nur 4,3 %. Steirer:innen seltener, Menschen mit Matura öfter betroffen Beim Bezahlen auf Websites und Apps tun sich die Menschen in Wien und Oberösterreich am schwersten. 28,4 % bzw. 25,7 % hatten bei einer Online-Buchung schon einmal Probleme. Die Steirer:innen hingegen sind von digitalen Hürden am seltensten betroffen. 39,4 % geben an, bisher immer ohne Probleme gebucht zu haben. Die Accessiway-Umfrage offenbart auch einen Unterschied beim formalen Bildungsgrad. Menschen mit Matura stoßen auf mehr Probleme bei Online-Buchungen als Menschen ohne Matura. Gesetz verpflichtet seit 2025 zu digitaler Barrierefreiheit Um im digitalen Raum für Gleichberechtigung zu sorgen, schreibt das Barrierefreiheitsgesetz in Österreich seit dem 28. Juni 2025 vor, dass Unternehmen Websites, die sich direkt an Endkonsument:innen richten, für alle Menschen zugänglich machen müssen. Eine Website muss zahlreiche Kriterien erfüllen, um als barrierefrei zu gelten. Dazu zählt unter anderem, dass die Navigation ohne Maus möglich sein muss oder dass ein ausreichender Kontrast das Lesen erleichtert. Derzeit erfüllt die überwiegende Mehrheit der österreichischen Websites die gesetzlichen Anforderungen nicht. Verwaltungsstrafen von bis zu 80.000 Euro sind möglich. Über die Umfrage Für die Umfrage befragte Marketagent von 30.09.2026 bis 05.10.2026 im Auftrag von Accessiway 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren. Das Sample ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung und wird in folgende Generationen unterteilt: Gen Z (1994-2010), Millennials (1980-1993), Gen X (1965-1979), Baby-Boomer (1946-1964). Weitere Quellen: Statistik Austria Reiseverhalten 2025 (Link)