Presseinformation vom 14.01.2026

Zwei von drei Europäer:innen brechen digitale Prozesse ab: Barrieren werden zum Umsatzrisiko der europäischen Wirtschaft

Digitale Barrieren sind Umsatzrisiko AccessiWay

68,4 % der europäischen Konsument:innen haben bereits mindestens einen digitalen Vorgang aufgrund unzureichender Barrierefreiheit abgebrochen.

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  • Rund drei Viertel der europäischen Konsument:innen stoßen auf digitale Barrieren, in Österreich sind es 78,6 %
  • Über zwei Drittel haben bereits digitale Prozesse wie Käufe oder Suchen aufgrund mangelnder Zugänglichkeit abgebrochen
  • Pop-ups, Lesbarkeitsprobleme und unklare Strukturen sind in Europa die größten digitalen Stolperfallen

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  • Rund drei Viertel der europäischen Konsument:innen stoßen auf digitale Barrieren, in Österreich sind es 78,6 %
  • Über zwei Drittel haben bereits digitale Prozesse wie Käufe oder Suchen aufgrund mangelnder Zugänglichkeit abgebrochen
  • Pop-ups, Lesbarkeitsprobleme und unklare Strukturen sind in Europa die größten digitalen Stolperfallen
Wien, 14. Jänner 2026 – Europas Wirtschaft hat ein Zwei-Drittel-Problem: 68,4 % der europäischen Konsument:innen haben bereits mindestens einen digitalen Prozess abgebrochen, weil Websites, Apps oder Inhalte nicht barrierefrei nutzbar waren. Am stärksten betroffen ist Italien mit 84 %, gefolgt von Deutschland (80,7 %) und Österreich (78,6 %). Dies ist das Ergebnis einer europaweiten Umfrage von AccessiWay, dem führenden europäischen Anbieter für digitale Barrierefreiheit. Befragt wurden insgesamt 6.599 Konsument:innen in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Hinter diesen Abbrüchen steht ein strukturelles Problem, das noch mehr Menschen wahrnehmen: Knapp drei Viertel der befragten Europäer:innen (73,1 %) stoßen auf digitale Barrieren, die meisten davon in Italien (88 %), Österreich (85 %), Frankreich (84 %) und Deutschland (80,1 %).

Trotz Gesetz weiterhin große digitale Barrieren vorhanden
Der European Accessibility Act (EAA) verpflichtet europaweit Unternehmen dazu, ihre verbraucherorientierten digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. In Österreich wurde der EAA mit dem Barrierefreiheitsgesetz in nationales Recht gegossen. Trotz dieser gesetzlichen Regeln machen es viele europäische Unternehmen ihren Kund:innen weiterhin schwer, ihre digitalen Angebote zu nutzen – mit direkten Auswirkungen auf ihren Geschäftserfolg: Aufgrund der massiven Hürden bei digitalen Angeboten gehen Reichweite, Conversion und Umsatz verloren, bevor der digitale Prozess überhaupt Fahrt aufgenommen hat.

Junge Zielgruppen: Europa verliert seine Kund:innen der Zukunft
Die Umfrage-Ergebnisse zeigen es: Digitale Barrierefreiheit ist in Europa kein Nischenthema für Menschen mit Behinderung oder ältere Nutzergruppen, sondern betrifft den Großteil der Bevölkerung. Auffällig dabei: Besonders die Generation Z und junge Millennials brechen digitale Vorgänge häufig ab. In Deutschland haben in der jungen Zielgruppe bereits 79,8 % abgebrochen, in Österreich 74 %, in Frankreich 64 %. In Großbritannien brechen 51 % der Generation Z Online-Käufe oder Suchvorgänge ab, weil Websites schwer zu lesen, hören, bedienen oder verstehen sind. Die junge Generation zeigt damit europaweit die geringste Toleranz für schlechte Usability.

„Wenn bereits junge Menschen an digitalen Hürden scheitern, hat das Online-Business in Europa und Österreich ein grundlegendes Problem“, so Paul Anton Mayer, Chief Growth Officer bei AccessiWay. „Die Gen Z entscheidet über die Märkte von morgen. Wer sie heute verpasst, verliert die Zukunft. Europäische Unternehmen müssen ihre digitalen Angebote daher radikal verbessern und für alle zugänglich machen. Ohne digitale Barrierefreiheit gibt es zukünftig keinen nachhaltigen Geschäftserfolg."

Pop-ups, Mini-Schriften, schlechte Struktur: Die größten digitalen Stolperfallen
Die Gründe für die europaweit hohen Abbruchquoten werden in der AccessiWay-Umfrage sehr schnell deutlich: Besonders störend sind Pop-up-Fenster, die Prozesse unterbrechen oder Inhalte verdecken. In Italien nennt fast die Hälfte der Befragten (44 %) Pop-ups als Hauptproblem, in Österreich mehr als ein Drittel (38 %), in Deutschland knapp ein Fünftel (18 %). Hinzu kommen Lesbarkeitsprobleme, die durch zu kleine oder ungünstig platzierte Texte entstehen. In Frankreich ist dies mit 38 % die größte Barriere, gefolgt von Großbritannien mit 27,3 %. Viele Konsument:innen verzweifeln auch an der komplizierten Navigation. Unklare Strukturen machen ihnen digitale Vorgänge unnötig schwer: In Frankreich kämpft mehr als ein Drittel (36 %) mit der Orientierung, in Österreich nahezu jede:r Dritte (31 %), in Deutschland 17 %.

„Die Umfrageergebnisse sind ein klarer Handlungsauftrag für europäische Unternehmen“, so Paul Anton Mayer. „Das wirtschaftliche Potenzial, das sich Unternehmen durch digitale Barrierefreiheit eröffnet, ist enorm: 101 Millionen Europäer:innen mit Behinderung stellen eine weitgehend unerschlossene Zielgruppe dar. Hinzu kommen die vielen Nutzer:innen, die aufgrund der mangelnden Zugänglichkeit abbrechen und als Kund:innen verloren gehen. Digitale Barrierefreiheit ist kein Randthema. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für langfristigen Erfolg am europäischen Markt.“


Über die europaweite Umfrage von AccessiWay
Die Ergebnisse basieren auf einer Reihe von repräsentativen Online-Umfragen, die AccessiWay in den fünf europäischen Schlüsselmärkten Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Großbritannien in Zusammenarbeit mit renommierten Marktforschungsinstituten durchgeführt hat. Insgesamt wurden 6.599 Konsument:innen befragt. In Deutschland wurden für den Report 2.500 Konsument:innen ab 18 Jahren vom Meinungsforschungsunternehmen Civey im Zeitraum vom 07. bis 08. August 2025 befragt. In Österreich führte Marketagent zwischen dem 27. August 2025 und dem 03. September 2025 1.057 Interviews mit Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren durch. In Frankreich befragte Opinea im September 2025 1.012 Menschen im Alter von 18 bis 70 Jahren. In Italien wurden vom 30. September bis 01. Oktober 2025 1.030 Personen von YouGov befragt. Und in Großbritannien interviewte Censuswide zwischen dem 07. November und dem 11. November 2025 1.000 Konsument:innen ab 18 Jahren.
Über AccessiWay
AccessiWay ist der führende europäische Anbieter im Bereich der digitalen Barrierefreiheit. Das Unternehmen unterstützt Organisationen ganzheitlich dabei, ihre digitalen Angebote inklusiver, benutzerfreundlicher und gesetzeskonform zu gestalten. Ziel des Unternehmens ist es, Menschen mit Behinderungen einen besseren Zugang zum digitalen Raum zu ermöglichen. AccessiWay expandierte 2022 nach Österreich und ist europaweit tätig. Heute arbeiten mehr als 100 Mitarbeiter:innen an vier Standorten und begleiten über 1.500 Unternehmen in Europa auf ihrem Weg zu mehr digitaler Barrierefreiheit.

AccessiWay ist Teil von team.blue, einer der bedeutendsten europäischen Unternehmensgruppen im Bereich digitaler Services mit mehr als 3,3 Millionen aktiven Kund:innen in 22 Ländern.

Weitere Informationen unter: www.accessiway.at
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Digitale Barrieren sind Umsatzrisiko
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Digitale Barrieren treffen Junge
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Paul Anton Mayer
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Kontakt

AccessiWay

Sebastian Bauer
sebastian.bauer@omc.com
+43 664 808 69 107