Presseinformations­übersicht
Geopolitische Krisen zeigen: Ernährungssystem hängt am Tropf fossiler Energie - Bio-Landwirtschaft reduziert Abhängigkeiten; Politik-Ziele zur Stärkung von Bio rasch umsetzen

Der Krieg in Nahost zeigt erneut die Abhängigkeit der Lebensmittelproduktion von fossiler Energie und Importen. Eine Lösung für mehr Resilienz führt über die Bio-Landwirtschaft – denn sie ist wesentlich unabhängiger und damit ein strategischer Baustein für die Stabilität des Ernährungssystems. Bio wirkt überdies in Krisenzeiten nachweislich als Inflationsbremse. Enkeltauglichs Österreich fordert daher: die Politik muss die Rahmenbedingungen für Bio deutlich verbessern.

Der Krieg in Nahost hat nicht nur Auswirkungen an der Zapfsäule, auch das Befüllen des Einkaufswagens wird sehr wahrscheinlich bald teurer werden. Denn die Lebensmittelproduktion ist ebenfalls vom Energiepreisanstieg sowie den gestiegenen Transportkosten betroffen. Ein massiver Anstieg bei Kunstdüngerpreisen treibt derzeit die Kosten besonders für die konventionelle Lebensmittelproduktion deutlich nach oben. "Diese Entwicklung legt erneut eine zentrale Schwäche unseres Ernährungssystems offen: seine Abhängigkeit von fossiler Energie, fragilen globalen Lieferstrukturen und externen Betriebsmitteln. All das gefährdet die Versorgungssicherheit im Lebensmittelbereich. Ein wesentlicher Weg zur Stärkung der Resilienz führt über die bioregionale Landwirtschaft, denn Bio ist unabhängiger“, betont Andreas Achleitner, Obmann von Enkeltaugliches Österreich (ETÖ).

Die Frage, wie wir die öffentliche Lebensmittelbeschaffung nachhaltig gestalten, ist zentral für die Zukunft unserer Landwirtschaft und Ernährung. Enkeltaugliches Österreich warnt vor einer Verwässerung dieser wichtigen Standards.

Enkeltaugliches Österreich

Pünktlich zum Erntedank blickt Österreichs größte unabhängige Bio-Bewegung Enkeltaugliches Österreich auf ein Jahr voller richtungsweisender Initiativen und gemeinsamer Erfolge zurück. 

Vermeintliches Sparen an Bio-Lebensmitteln verursacht Milliardenkosten für die gesamte Gesellschaft

Die jüngsten Entwicklungen im Justizministerium drohen, die mühsam erarbeiteten Bio-Ziele Österreichs zu untergraben. Besonders besorgniserregend: die verbindlichen Vorgaben für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kantinen soll gelockert werden.

EU-Analyse belegt enormes Einsparpotenzial durch nachhaltige Lebensmittelproduktion – Umfrage zeigt: Österreicher wünschen sich mehr Kostenwahrheit und staatliche Förderung
  • OECD schätzt die externen Kosten der Landwirtschaft auf EUR 78-157 Mrd – das entspricht etwa 0,5-1% des Bruttoinlandsprodukts der EU.
  • Erhebliche Wissenslücken: Nur 33,8 % der Bevölkerung kennen den Begriff „Kostenwahrheit“
  • 47 % wissen nicht, dass Umweltschäden und soziale Auswirkungen der Lebensmittelproduktion von Steuerzahler:innen und der Allgemeinheit finanziert werden
  • 72 % erkennen die Umweltschäden durch nicht bioregionale Landwirtschaft – aber nur wenige kennen die finanziellen Folgen
  • 83 % wünschen sich mehr staatliche Förderung für bioregionale Landwirtschaft
  • 84 % fordern bioregionale Produkte in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Spitälern
Mitglieder Enkeltaugliches Österreich
Bio-Produkte sind streng kontrolliert. Der Begriff "Regional" hingegen nicht.
Enkeltaugliches Österreich äußert scharfe Kritik: Die „Untersuchung“ der Landwirtschaftskammer NÖ schadet Bio und führt in die falsche Richtung. Sie betonen, dass Bio-Produkte streng kontrolliert sind. Gleichzeitig fordert ETÖ nun eine genaue Überprüfung des Begriffs „regional“ 
Bewegung Enkeltaugliches Österreich und Schiefer Rechtsanwälte begrüßen Meilenstein im neuen Regierungsprogramm.
Die Bewegung Enkeltaugliches Österreich (ETÖ) und Schiefer Rechtsanwälte zeigen sich erfreut über das neue Regierungsprogramm, das zentrale Forderungen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung von Lebensmitteln vorsieht. Die jahrelangen Bemühungen für mehr bioregionale Produkte in öffentlichen Einrichtungen tragen damit Früchte.
Wie Bio in öffentlichen Küchen die Steuerzahler:innen vor „versteckten Kosten“ bewahrt

Wer billig kauft, kauft teuer, aber wer Bio kauft, spart doppelt: „Enkeltaugliches Österreich“ zeigt, welche versteckten Folgekosten in der Landwirtschaft stecken und dass bioregionale Lebensmittel langfristig die günstigere Wahl für uns alle sind.

BARBARA HOLZER-RAPPOLDT, ETÖ-VORSTÄNDIN UND STRATEGISCHE LEITUNG

Während in ganz Österreich die traditionellen Erntedankfeste gefeiert werden, wirft die größte Bio-Bewegung des Landes einen Blick in die Zukunft unserer Landwirtschaft. Denn wie können wir sicherstellen, dass auch künftige Generationen Grund zum Feiern haben? Das Enkeltaugliche Österreich übernimmt Generationenverantwortung und setzt auf Bioregionale Lebensmittel.

Im Mai deckte die größte Biobewegung des Landes „Enkeltaugliches Österreich“ mit auf, dass verpflichtende Bio-Quoten von den Ministerien nicht eingehalten werden und sogar Rahmenvereinbarungen von der Bundesbeschaffung als naBe-konform ausgelobt wurden, obwohl Produkte teilweise Richtlinien der nachhaltigen Beschaffung nicht erfüllen. Nun werden den Bundesländern Folgeanfragen gestellt um die Bio-Quote in der Länderbeschaffung zu überprüfen. Die erste Anfrage geht an Oberösterreich. 

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