Presseinformations­übersicht
Transparenz und freie Wahl beim Lebensmittelkauf sicherstellen, aktuellen Gesetzesentwurf ablehnen
Die Bewegung Enkeltaugliches Österreich (ETÖ) richtet sich im Vorfeld der Abstimmung über den Gesetzesvorschlag zur Deregulierung Neuer Gentechnik (NGT) am 17. Juni mit einem offenen Brief an die österreichischen Abgeordneten im Europäischen Parlament.

ETÖ fordert gemeinsam mit Unternehmen aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel die Abgeordneten darin auf, dem aktuellen Gesetzesvorschlag im Europäischen Parlament nicht zuzustimmen sowie Abänderungsanträge zu unterstützen, die zentrale Schutzmechanismen wie verpflichtende Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit, unabhängige Risikoprüfungen sowie ein Verbot von Patenten auf NGT-Pflanzen sicherstellen.

„Wer Lebensmittel kauft, hat ein Recht darauf zu wissen, wie diese erzeugt wurden. Es wäre ein schwerer Einschnitt in das Recht von Konsument:innen, wenn neue gentechnische Verfahren mangels Kennzeichnung im Alltag unsichtbar werden und dadurch die Möglichkeit zur eigenständigen Kaufentscheidung verloren geht. Das gilt es zu verhindern“, erklärt Andreas Achleitner, Obmann von ETÖ.

„Gerade Österreich als Vorreiter bei biologischer und gentechnikfreier Landwirtschaft trägt eine große Verantwortung für die Sicherstellung eines transparenten, nachhaltigen und selbstbestimmten europäischen Ernährungssystems. Wir appellieren daher an die österreichischen EU-Abgeordneten, bewährte Grundprinzipien des europäischen Lebensmittelrechts nicht aufzuweichen“, betont Markus Leithner, Strategische Leitung bei ETÖ.

Der vollständige offene Brief ist hier abrufbar.

Geopolitische Krisen zeigen: Ernährungssystem hängt am Tropf fossiler Energie - Bio-Landwirtschaft reduziert Abhängigkeiten; Politik-Ziele zur Stärkung von Bio rasch umsetzen

Der Krieg in Nahost zeigt erneut die Abhängigkeit der Lebensmittelproduktion von fossiler Energie und Importen. Eine Lösung für mehr Resilienz führt über die Bio-Landwirtschaft – denn sie ist wesentlich unabhängiger und damit ein strategischer Baustein für die Stabilität des Ernährungssystems. Bio wirkt überdies in Krisenzeiten nachweislich als Inflationsbremse. Enkeltauglichs Österreich fordert daher: die Politik muss die Rahmenbedingungen für Bio deutlich verbessern.

Der Krieg in Nahost hat nicht nur Auswirkungen an der Zapfsäule, auch das Befüllen des Einkaufswagens wird sehr wahrscheinlich bald teurer werden. Denn die Lebensmittelproduktion ist ebenfalls vom Energiepreisanstieg sowie den gestiegenen Transportkosten betroffen. Ein massiver Anstieg bei Kunstdüngerpreisen treibt derzeit die Kosten besonders für die konventionelle Lebensmittelproduktion deutlich nach oben. "Diese Entwicklung legt erneut eine zentrale Schwäche unseres Ernährungssystems offen: seine Abhängigkeit von fossiler Energie, fragilen globalen Lieferstrukturen und externen Betriebsmitteln. All das gefährdet die Versorgungssicherheit im Lebensmittelbereich. Ein wesentlicher Weg zur Stärkung der Resilienz führt über die bioregionale Landwirtschaft, denn Bio ist unabhängiger“, betont Andreas Achleitner, Obmann von Enkeltaugliches Österreich (ETÖ).

Die Frage, wie wir die öffentliche Lebensmittelbeschaffung nachhaltig gestalten, ist zentral für die Zukunft unserer Landwirtschaft und Ernährung. Enkeltaugliches Österreich warnt vor einer Verwässerung dieser wichtigen Standards.

Enkeltaugliches Österreich

Pünktlich zum Erntedank blickt Österreichs größte unabhängige Bio-Bewegung Enkeltaugliches Österreich auf ein Jahr voller richtungsweisender Initiativen und gemeinsamer Erfolge zurück. 

Vermeintliches Sparen an Bio-Lebensmitteln verursacht Milliardenkosten für die gesamte Gesellschaft

Die jüngsten Entwicklungen im Justizministerium drohen, die mühsam erarbeiteten Bio-Ziele Österreichs zu untergraben. Besonders besorgniserregend: die verbindlichen Vorgaben für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kantinen soll gelockert werden.

EU-Analyse belegt enormes Einsparpotenzial durch nachhaltige Lebensmittelproduktion – Umfrage zeigt: Österreicher wünschen sich mehr Kostenwahrheit und staatliche Förderung
  • OECD schätzt die externen Kosten der Landwirtschaft auf EUR 78-157 Mrd – das entspricht etwa 0,5-1% des Bruttoinlandsprodukts der EU.
  • Erhebliche Wissenslücken: Nur 33,8 % der Bevölkerung kennen den Begriff „Kostenwahrheit“
  • 47 % wissen nicht, dass Umweltschäden und soziale Auswirkungen der Lebensmittelproduktion von Steuerzahler:innen und der Allgemeinheit finanziert werden
  • 72 % erkennen die Umweltschäden durch nicht bioregionale Landwirtschaft – aber nur wenige kennen die finanziellen Folgen
  • 83 % wünschen sich mehr staatliche Förderung für bioregionale Landwirtschaft
  • 84 % fordern bioregionale Produkte in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Spitälern
Mitglieder Enkeltaugliches Österreich
Bio-Produkte sind streng kontrolliert. Der Begriff "Regional" hingegen nicht.
Enkeltaugliches Österreich äußert scharfe Kritik: Die „Untersuchung“ der Landwirtschaftskammer NÖ schadet Bio und führt in die falsche Richtung. Sie betonen, dass Bio-Produkte streng kontrolliert sind. Gleichzeitig fordert ETÖ nun eine genaue Überprüfung des Begriffs „regional“ 
Bewegung Enkeltaugliches Österreich und Schiefer Rechtsanwälte begrüßen Meilenstein im neuen Regierungsprogramm.
Die Bewegung Enkeltaugliches Österreich (ETÖ) und Schiefer Rechtsanwälte zeigen sich erfreut über das neue Regierungsprogramm, das zentrale Forderungen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung von Lebensmitteln vorsieht. Die jahrelangen Bemühungen für mehr bioregionale Produkte in öffentlichen Einrichtungen tragen damit Früchte.
Wie Bio in öffentlichen Küchen die Steuerzahler:innen vor „versteckten Kosten“ bewahrt

Wer billig kauft, kauft teuer, aber wer Bio kauft, spart doppelt: „Enkeltaugliches Österreich“ zeigt, welche versteckten Folgekosten in der Landwirtschaft stecken und dass bioregionale Lebensmittel langfristig die günstigere Wahl für uns alle sind.

BARBARA HOLZER-RAPPOLDT, ETÖ-VORSTÄNDIN UND STRATEGISCHE LEITUNG

Während in ganz Österreich die traditionellen Erntedankfeste gefeiert werden, wirft die größte Bio-Bewegung des Landes einen Blick in die Zukunft unserer Landwirtschaft. Denn wie können wir sicherstellen, dass auch künftige Generationen Grund zum Feiern haben? Das Enkeltaugliche Österreich übernimmt Generationenverantwortung und setzt auf Bioregionale Lebensmittel.

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