Presseinformation vom 11.05.2026

Aktuelle Analyse: 16 ATX-Prime-Unternehmen mit Lücken bei digitaler Barrierefreiheit ihrer Websites

Häufigste Barrieren Accessiway

B2C Websites von ATX Prime-Unternehmen

Zu dieser Presseinformation gibt es: 2 Bilder 1 Dokument

Kurztext 644 ZeichenPlaintext

  • Jeweils mindestens eine Barriere: 17 untersuchte Websites von 16 Unternehmen haben Aufholbedarf, um BaFG zu erfüllen
  • Systematische Lücke: Mangelnde Umsetzung trotz klarer Vorgaben
  • Häufigste Barrieren: Fehlende Farbkontraste (82 %) und mangelhafte Tastaturnavigation (65 %)
  • Fehlerhafte automatisierte Tests: Viele digitale Barrieren bleiben unentdeckt
  • Digitale Lösung: Neue Plattform von Accessiway bietet lückenlose Sichtbarkeit und Nachverfolgung der Behebung von Barrieren

Pressetext 5934 ZeichenPlaintext

  • Jeweils mindestens eine Barriere: 17 untersuchte Websites von 16 Unternehmen haben Aufholbedarf, um BaFG zu erfüllen
  • Systematische Lücke: Mangelnde Umsetzung trotz klarer Vorgaben
  • Häufigste Barrieren: Fehlende Farbkontraste (82 %) und mangelhafte Tastaturnavigation (65 %)
  • Fehlerhafte automatisierte Tests: Viele digitale Barrieren bleiben unentdeckt
  • Digitale Lösung: Neue Plattform von Accessiway bietet lückenlose Sichtbarkeit und Nachverfolgung der Behebung von Barrieren
Wien, 11. Mai 2026 – Alle 17 Websites von 16 untersuchten ATX-Prime-Unternehmen, die sich an Endkonsument:innen richten, weisen zumindest eine digitale Barriere auf. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Accessiway, einem führenden Anbieter für digitale Barrierefreiheit. Knapp ein Jahr nach Inkrafttreten des Barrierefreiheitsgesetzes (BaFG) müssen für dessen Umsetzung noch zahlreiche Probleme behoben werden.

Systematische Lücke: Mangelnde Umsetzung des BaFG trotz klarer Vorgaben
Obwohl Barrierefreiheit nicht nur rechtlich geregelt ist, sondern große Unternehmen mit mehr als 400 Mitarbeiter:innen seit 1.1.2025 zudem eine:n Barrierefreiheitsbeauftragte:n bestellen müssen, mangelt es auch bei führenden Unternehmen an der Umsetzung.

„In Österreich wurde ein Großteil der Vorarbeit geleistet: Der rechtliche Rahmen ist vorhanden, die meisten Organisationen wissen, was von ihnen verlangt wird und interne Verantwortlichkeiten wurden festgelegt. Einige Unternehmen machen bereits vieles richtig. Trotzdem tauchen dieselben grundlegenden Probleme nach wie vor in großem Umfang auf – es gibt also nach wie vor Aufholbedarf bei der Umsetzung“, erläutert Jacopo Deyla, Chief Accessibility Officer bei Accessiway.

Häufigste Barriere: Fehlende Farbkontraste auf 82 % der Websites
Fehlende Farbkontraste, die häufigste digitale Barriere, tritt auf 82 % der untersuchten Websites auf. Wenn sich etwa der Text farblich kaum vom Hintergrund abhebt, haben ältere Menschen oder Personen mit Sehbehinderung große Probleme, Inhalte zu lesen. Auf 65 % der Websites funktioniert zudem die Tastaturnavigation schlecht oder gar nicht. Wer keine Maus verwenden kann oder möchte, kann diese Websites nicht bedienen. Fehler bei der Anpassung an Smartphone-Bildschirme oder beim Zoomen treten bei 59 % der untersuchten Websites auf, eine fehlerhafte Anzeige von vergrößerten Texten bei 41 %.

„Eine fehlerhafte Darstellung auf mobilen Bildschirmen und beim Zoomen betrifft beinahe die gesamte Bevölkerung, denn 89 % der Österreicher:innen über 15 Jahren besitzen ein Smartphone. Schwache Farbkontraste betreffen insbesondere auch ältere Menschen, genauso wie die fehlerhafte Anzeige von vergrößerten Texten. Da laut Statistik Austria mehr als jede fünfte Person in Österreich schon heute älter als 65 Jahre ist, wirkt es sich auch auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens aus, wenn es diese zahlungskräftige Zielgruppe verliert“, erläutert Deyla.

Die Ergebnisse der Analyse bestätigen zudem einen internationalen Trend: Der WebAIM Million Report 2026 fand die gleichen Barrieren auf den Top 1.000.000 Websites weltweit.

Fehlerhafte automatisierte Tests: Viele Barrieren bleiben unentdeckt
Viele dieser digitalen Barrieren werden von automatisierten Tests, auf die sich manche Unternehmen verlassen, jedoch nicht entdeckt. Bei einem parallel durchgeführten Test mit dem Tool Google Lighthouse schnitten viele der untersuchten Websites beinahe perfekt ab, obwohl die Expert:innen von Accessiway bei einer genaueren Analyse auf zahlreiche Barrieren stießen. So erfüllte eine Website, die bei Lighthouse 99 von 100 möglichen Punkten erreichte, bei der tiefergehenden Analyse von Accessiway fünf von neun Kriterien nicht.

„Automatisierte Tools entdecken manche Barrieren relativ häufig, andere jedoch gar nicht. Viele österreichische Unternehmen sind schon weiter als in anderen Ländern. Wer sich nur auf solche Tools verlässt, riskiert jedoch rechtliche Konsequenzen und Verwaltungsstrafen von bis zu 80.000 Euro“, so Deyla.

Digitale Lösung: Neue Plattform bietet lückenlose Sichtbarkeit und Nachverfolgung der Behebung von Barrieren
Um Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, den Barrierefreiheitsstatus ihrer Websites nachzuverfolgen und den Fortschritt der Behebung an einem Ort zu verwalten, hat Accessiway auf einer neuen Plattform technologische Exzellenz und menschliche Expertise vereint. Die Plattform bietet zudem die notwendigen Tools für Software-Entwickler:innen, um Probleme effizient zu lösen. „Die Herausforderung ist nicht, dass diese Barrieren schwer zu beheben sind. Die Frage ist vielmehr, warum sie immer wieder auftreten. Die meisten Organisationen verlassen sich nach wie vor auf periodische Audits, um Probleme zu erkennen, die kontinuierlich hinzukommen“, so Jacopo Deyla. Die digitale Plattform ist ab sofort für alle Kund:innen von Accessiway verfügbar.

Über die Analyse
Accessiway analysierte im Mai 2026 17 Websites von 16 Unternehmen aus dem österreichischen ATX Prime-Index, die digitale Dienstleistungen für Endverbraucher:innen anbieten, darunter Banking-Plattformen, Telekommunikations-Dienste, Buchungssysteme, Energieportale und Logistik-Tools. Die Analyse fokussierte sich speziell auf Unternehmen, die sich direkt an Endverbraucher:innen richten, da diese in den Anwendungsbereich des Europäischen Gesetzes über Barrierefreiheit (EAA) fallen, das von Organisationen, die digitale Produkte und Dienstleistungen direkt für Endverbraucher:innen anbieten, die Einhaltung von Barrierefreiheitsanforderungen verlangt. B2B- und Industrieunternehmen ohne nennenswerte, öffentlich zugängliche UX wurden für die Analyse nicht berücksichtigt. Die Analyse umfasste neun der wichtigsten WCAG-Kriterien. Sie stellt keine umfassende Barrierefreiheitsprüfung oder Konformitätsbewertung dar, sondern bietet einen Überblick über häufig auftretende Probleme.
Über Accessiway
Accessiway ist der führende europäische Anbieter im Bereich der digitalen Barrierefreiheit. Das Unternehmen unterstützt Organisationen ganzheitlich dabei, ihre digitalen Angebote inklusiver, benutzerfreundlicher und gesetzeskonform zu gestalten. Ziel des Unternehmens ist es, Menschen mit Behinderungen einen besseren Zugang zum digitalen Raum zu ermöglichen. Accessiway expandierte 2022 nach Österreich und ist europaweit tätig. Heute arbeiten mehr als 100 Mitarbeiter:innen an vier Standorten und begleiten über 1.500 Unternehmen in Europa auf ihrem Weg zu mehr digitaler Barrierefreiheit.

Accessiway ist Teil von team.blue, einer der bedeutendsten europäischen Unternehmensgruppen im Bereich digitaler Services mit mehr als 3,3 Millionen aktiven Kund:innen in 22 Ländern.

Weitere Informationen unter: https://www.accessiway.com/de
Alle Inhalte dieser Presseinformation als .zip: Sofort downloaden In die Lightbox legen

Bilder (2)

Häufigste Barrieren
3 072 x 2 571 Accessiway
Jacopo Deyla
2 752 x 3 440 Accessiway


Kontakt

Accessiway

Sebastian Bauer
sebastian.bauer@omc.com
+43 664 808 69 107