Presseinformation vom 05.05.2026
- 96 % der 14- bis 19-Jährigen sind überzeugt, dass ein Kinderwunsch gut geplant und gesundheitlich vorbereitet sein sollte – mehr als jede Zweite (56 %) fürchtet jedoch bereits in diesem Alter, keine Kinder bekommen zu können.
- Nur etwa knapp die Hälfte der Frauen (51 %) gibt an, sich vor einer Schwangerschaft medizinisch beraten zu lassen.
- Für 70 % der Frauen sind unterschiedliche Vorstellungen zur Familienplanung ein Ausschlusskriterium für eine Partnerschaft – Kinderwunsch wiegt also schwerer als die Beziehung.
- 86 % der Frauen kennen den Begriff Folsäure im Zusammenhang mit Schwangerschaft, 81 % wissen, dass die Einnahme bereits vor der Schwangerschaft empfohlen wird.
Wien, 5. Mai 2026 – Mutterschaft ist in Österreich heute eine bewusste Entscheidung, wie eine repräsentative Studie von GYNIAL, einem österreichischen Frauengesundheits-Unternehmen, zeigt. Vier von fünf Österreicher:innen (80 %) betrachten Kinderkriegen als aktiv geplanten Lebensschritt – der Wunsch nach einer Familie ist dabei groß. Rund 70 % der 14- bis 19-jährigen Frauen träumen von einer eigenen Familie, während dieser Wunsch bei den 20- bis 29-Jährigen bei 55 % liegt. Etwa ein Drittel (34 %) der Frauen im Alter von 30 bis 39 Jahren hegt noch den Wunsch, mindestens ein weiteres Kind zu bekommen. „Frauen wissen heute sehr genau, was sie wollen, und wie wichtig eine gute Vorbereitung auf eine Schwangerschaft ist. Was ihnen aber noch zu oft fehlt, ist ein unkomplizierter Zugang zu medizinischem Wissen und Begleitung“, erklärt Elisabeth Pichler, CEO von GYNIAL.
Dass Familienplanung für viele auch eine Frage der Partnerschaft ist, zeigt sich deutlich. Für mehr als zwei Drittel der Frauen (70 %) sind unterschiedliche Vorstellungen zur Familienplanung ein Ausschlusskriterium für eine Beziehung, bei den Männern ist es mehr als jeder Zweite (60 %). Eng damit verknüpft ist der Anspruch an den:die Partner:in. Drei von vier Frauen (74 %) möchten nur dann Kinder bekommen, wenn sich der:die Partner:in aktiv einbringt. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei den 14- bis 19-jährigen Frauen, von denen nahezu alle (94 %) diesen Anspruch stellen.
Österreichs Jugend zeigt ausgeprägten Kinderwunsch
Der Wunsch nach (noch) einem oder mehreren Kindern ist vor allem bei den Österreicher:innen zwischen 14 und 19 Jahren mit 65 % (70 % Frauen / 61 % Männer) stark ausgeprägt. Dieser Wunsch geht jedoch häufig mit Unsicherheiten einher: In der jüngsten Altersgruppe ist die Angst besonders präsent, keine Kinder bekommen oder zeugen zu können: sie betrifft fast vier von zehn jungen Männern (37 %) und mehr als jede zweite junge Frau (56 %). Österreichweit hatten rund drei von zehn Österreicher:innen (29 %) schon einmal diese Sorge.
Moderne Familienplanung beginnt mit bewusster Vorbereitung
Das Gesundheitsbewusstsein rund um Schwangerschaft ist in Österreich weit verbreitet. 79 % der Frauen sehen eine gute Vorbereitung bereits vor der Schwangerschaft als entscheidend, bei Männern sind es 88 %. Besonders ausgeprägt ist der Planungsanspruch bei jungen Frauen. Alle 14- bis 19-jährigen Frauen (100 %) halten eine gezielte Vorbereitung für notwendig. Trotzdem gibt österreichweit nur etwa jede zweite Frau (51 %) an, sich vor einer Schwangerschaft medizinisch beraten zu lassen. Zu einer gezielten Vorbereitung gehört die Einnahme von Vitaminen, Nährstoffen und Mineralien, die den erhöhten Bedarf während dieser Phase decken. Eine essenzielle Rolle spielt dabei die Folsäure. Acht von zehn Frauen (83 %) fühlen sich ausreichend über Schwangerschaft informiert: 86 % wissen über Folsäure in der Schwangerschaft Bescheid und 81 % wissen, dass die Einnahme bereits vor der Schwangerschaft empfohlen wird.
„Die Ergebnisse zeigen sehr klar, dass Frauen ihre Mutterschaft heute bewusst, informiert und mit einem hohen Gesundheitsbewusstsein planen. Das starke Bedürfnis nach Vorbereitung und Wissen ist ein sehr positives Signal für die Frauengesundheit in Österreich“, betont Elisabeth Pichler. „Gleichzeitig sehen wir, dass viele Frauen sich vor einer Schwangerschaft nicht medizinisch beraten lassen. Hier sind Aufklärung, ärztliche Begleitung und leicht zugängliche Informationen besonders wichtig.“
Gut informiert, aber selten beraten: Kärntner:innen führen beim Thema Schwangerschaftswissen
Der regionale Vergleich zeigt deutliche Unterschiede beim Wissen zum Thema Schwangerschaft. Während in Kärnten mehr als acht von zehn Personen (83 %) das Gefühl haben, ausreichend über das Thema Bescheid zu wissen, sind es in Wien nur rund 65 %. Das spiegelt sich auch im Detailwissen wider. 82 % der Kärntner:innen wissen, dass es sinnvoll ist, Folsäure bereits vor einer Schwangerschaft einzunehmen, in der Steiermark hingegen sind es nur weniger als zwei Drittel der Befragten (64 %).
Bei der tatsächlichen Inanspruchnahme ärztlicher Beratung zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Obwohl sich die befragten Frauen in Kärnten sehr gut informiert fühlen, geben sie im Bundesländervergleich am seltensten an, sich vor dem Versuch, schwanger zu werden, ärztlich beraten zu lassen (40 %). Häufiger passiert dies im Westen Österreichs. In Tirol und Vorarlberg lassen fast sechs von zehn Frauen (56 %) in der Vorbereitung der Schwangerschaft eine ärztliche Beratung durchführen.
Zur Umfrage
Die Erhebung wurde vom Marketagent Institut zwischen 25. März und 1. April 2026 im Auftrag von GYNIAL als repräsentative Online-Befragung (CAWI) mit 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren in ganz Österreich durchgeführt. Die Stichprobe wurde nach den Merkmalen der österreichischen Bevölkerung gewichtet und ist damit repräsentativ.