Presseinformation vom 26.08.2026

PwC Global Entertainment & Media Outlook 2026-2030: So will Österreich unterhalten werden

Nicole Prieller PwC Österreich/Adrian Almasan

Partnerin und Expertin für Digital and Customer Transformation bei PwC Österreich

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  • Die heimische Medien- und Unterhaltungsbranche wächst bis 2030 um 8,4 % auf knapp 15 Milliarden Euro
  • Streaming und Kino sind die Wachstumsmotoren der Branche
  • Musik-, Radio- und Podcast-Markt erreicht fast die Milliardenmarke
  • Künstliche Intelligenz prägt alle Marktbereiche

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  • Die heimische Medien- und Unterhaltungsbranche wächst bis 2030 um 8,4 % auf knapp 15 Milliarden Euro
  • Streaming und Kino sind die Wachstumsmotoren der Branche
  • Musik-, Radio- und Podcast-Markt erreicht fast die Milliardenmarke
  • Künstliche Intelligenz prägt alle Marktbereiche
 
Wien, 26. August 2026 – Österreichs Medien- und Unterhaltungsbranche pulsiert: Während klassische Medien zunehmend unter Druck geraten, erleben Streaming und Live-Unterhaltung gerade ihren Höhepunkt. 2025 erreichte der gesamte heimische Markt ein Volumen von 13,7 Milliarden Euro und soll bis 2030 um weitere 8 % wachsen. Das zeigt der aktuelle „Global Entertainment & Media Outlook 2026 – 2030“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.
 
Filme und Serien erobern die Wohnzimmer
2025 war ein Rekordjahr für Filme und Serien. Der Streamingmarkt wuchs um 11 % auf 638 Millionen Euro und zeigt, das erfolgreichste Kino sitzt in den österreichischen Wohnzimmern. Mit dem diesjährigen Start von HBO Max in Österreich und dem wachsenden Angebot von ORF ON drängen neue Player in den Markt. Aber auch klassisches TV wächst in Österreich trotz großer Konkurrenz weiter um 2 % auf 2.524 Millionen Euro. Obwohl global ein rückläufiger Trend zu beobachten ist, überzeugt das lineare Fernsehen hierzulande vor allem mit Live-Inhalten wie den Fußball-Austragungs-Rechten.

„Konsument:innen haben heute eine größere Auswahl denn je und vergleichen, wechseln und kündigen TV- und Streaming-Angebote so flexibel wie nie zuvor. Das setzt Anbieter unter Zugzwang: Wer bestehen will, muss mit werbefinanzierten Tarifen, lokalen Inhalten und smarten Partnerschaften überzeugen“, erklärt Nicole Prieller, Partnerin und Expertin für Digital and Customer Transformation bei PwC Österreich.
 
Kinokassen klingeln lauter denn je
Auch der österreichische Kinomarkt entwickelt sich positiv. Steigende Besucher:innenzahlen, höhere Ticketpreise von durchschnittlich zehn Euro und Investitionen in die Kinoinfrastruktur sorgten 2025 für ein Umsatzplus von 133 Mio. Euro und 11 % Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Gerade im Sommer bringen Freiluftkinos tausende Besucher:innen vor ihren Leinwänden zusammen. Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg der Kinoerlöse erwartet, getragen von einer anhaltend hohen Nachfrage sowie gezielten Maßnahmen zur Stärkung des Filmstandorts Österreich.
 
Österreich will wieder mehr echte Momente
Auch die Musikbranche erlebt den Trend zurück zu Live-Events. Mit rund 250 Millionen Euro begeisterten 2025 große Stadion-Konzerte von internationalen Superstars wie Billie Eilish bis Robbie Williams, massive Musikfestivals wie das Donauinselfest und unzählige weitere Open-Air-Festivals Millionen von Österreicher:innen. Nach Jahren, in denen Unterhaltung zunehmend digital und allein konsumiert wurde, suchen viele Menschen bewusst wieder das gemeinsame, ungefilterte Erlebnis.
 
Auch abseits der Bühne boomt das Musikgeschäft. Mit 4,4 Millionen Abos zeigt sich, wie selbstverständlich Musik-Streaming im Alltag der Österreicher:innen angekommen ist. Der heimische Musik-, Radio- und Podcast-Markt hat so 2025 fast die Milliardenmarke erreicht.
 
Künstliche Intelligenz prägt alle Marktbereiche
Künstliche Intelligenz und datenbasierte Monetarisierung entwickeln sich zu zentralen Wachstumshebeln. KI senkt Produktionskosten, automatisiert Vermarktungsprozesse und ermöglicht neue Formate und Erlösmodelle. Im Bewegtbildmarkt sinken etwa die Eintrittsbarrieren für kleinere Studios und Produktionshäuser. In der Werbung wird die Aussteuerung zunehmend datengetrieben und in Echtzeit personalisiert. Im Audiomarkt eröffnet KI neue Möglichkeiten für individualisierte Hörerlebnisse, während Fragen rund um Urheberrecht und faire Vergütung an Bedeutung gewinnen. KI wirkt damit längst nicht mehr punktuell, sondern verändert die gesamte Branche, in jedem Segment mit eigenen Schwerpunkten und Spannungsfeldern.

„Der österreichische Medienmarkt bleibt insgesamt stabil, doch im Inneren tobt ein Verteilungskampf. Ob Streaming, Live-Musik oder Print – überall entscheidet sich gerade neu, wer die Aufmerksamkeit der Österreicher:innen gewinnt. Wer heute wachsen will, braucht eine klare Position auf den großen Plattformen, eigene Daten und ein Angebot, das sich unterscheidet“, schließt Prieller.
 
 
Ausgewählte heimische Segmente im Überblick:
 

(Millionen EUR)

Umsatz 2024

Umsatz 2025

Wachstumsrate 2024/2025

Umsatzprognose 2030

OTT-Video

573

638

+ 11 %

811

Traditionelles Fernsehen

2.473

2.524

+ 2 %

2.701

Kino

120

133

+ 11 %

169

Musik, Radio und Podcast

897

928

+ 3 %

1.031

Printmedien

2.518

2.448

- 3 %

2.100

 
Definition der Kategorien:

OTT-Video: Dieses Segment umfasst die Ausgaben der Verbraucher:innen für Videos, die über einen Over-the-Top (OTT)/Streaming-Dienst (wie Netflix) abgerufen werden, sowie die Ausgaben der Werbetreibenden für OTT-Dienste und Online-Fernsehen, das von traditionellen Sendern über ihre eigenen Websites und Apps angeboten wird. Diese Einnahmen werden als digital betrachtet.

Traditionelles Fernsehen: Dieses Segment umfasst die Ausgaben der Verbraucher:innen für Basis- und Premium-Pay-TV-Abonnements, gegebenenfalls die Ausgaben der Verbraucher:innen für öffentliche Rundfunkgebühren, Videoabrufdienste über einen TV-Abonnementanbieter und Fernsehwerbung. Diese Einnahmen sind nicht digital.
 
Kino: Zusammensetzung aus den Einnahmen an den Kinokassen und den Erlösen aus der Kinowerbung. Einnahmen aus Merchandising und Verzehr werden nicht berücksichtigt.
 
Musik, Radio und Podcast: Dieses Segment umfasst Werbeeinnahmen, die in den Segmenten Livemusik-Sponsoring, Streaming digitaler Musikaufnahmen sowie Radio- und Podcastwerbung generiert werden, als auch Vertriebserlöse, die durch Livemusik-Ticketverkäufe und den Verkauf von Musikaufnahmen erzielt werden.
 
Zeitungen, Consumer Magazine und Consumer Books: Umsatzerlöse aus dem Vertrieb digitaler und Printausgaben von Zeitungen bzw. Magazinen sowie durch Anzeigen. Verkauf von gedruckten Büchern, digitalen Büchern (E-Books) und Hörbüchern an Privatpersonen zum persönlichen Gebrauch.
 
 
Über den Global Entertainment & Media Outlook
Die 27. Jahresausgabe des Global Entertainment & Media Outlook von PwC ist eine umfassende Analyse der Medien- und Unterhaltungsbranche. Mit vergleichenden historischen Daten zur Fünfjahresentwicklung sowie Kommentaren zu zwölf definierten Branchensegmenten in 53 Ländern ermöglicht es der Outlook, Konsum- und Werbeausgaben segment- und länderübergreifend zu vergleichen. Weitere Informationen zum Outlook finden Sie hier.
Über PwC
PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 365.000 Mitarbeitende in 136 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Erfahren Sie mehr unter www.pwc.at.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.
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