Presseinformation vom 01.06.2026

Durchdachte Planung für kühle Nächte im Sommer – ganz ohne Klimaanlage

Thermische Speicherung Loop Associates, ELI Digital Imaging

Die thermischen Speichermassen eines Gebäudes können gezielt als aktive Kühlkomponente eingesetzt werden.

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Wien, im Juni 2026 – Angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Anforderungen an nachhaltiges Bauen rückt die Planung effizienter Lüftungskonzepte immer mehr in den Fokus der Baubranche. Der aktuelle Future of Home Report von VELUX zeigt spannende Ergebnisse: 29% der Österreicher:innen ist im Sommer in den eigenen vier Wänden zu heiß, in Großstädten sind es sogar 41%. Ein umfassendes Forschungsprojekt zum Thema Ventilative Cooling hat in einer bislang einzigartigen Studie unter Realbedingungen untersucht, wie sich verschiedene Lüftungsszenarien in der Nacht auf das Raumklima auswirken. Dafür wurden zwei baugleiche Testhäuser mit Ziegelwänden und außenliegender Beschattung an den Fenstern auf dem Gelände der BAUAkademie Salzburg gebaut. Diese wurden über mehrere Jahre mit mehr als 200 Sensoren überwacht, um das tatsächliche Kühlpotenzial verschiedener Nachtlüftungsszenarien zu erfassen. Die Ergebnisse liefern empirische Daten darüber, wie natürliche Nachtlüftung und intelligente Steuerung gezielt zur Gebäudekühlung eingesetzt werden können. Sie geben Planer:innen und Architekt:innen fundierte Grundlagen für die Entwicklung innovativer und kosteneffizienter Lüftungskonzepte.

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Wien, im Juni 2026 – Angesichts steigender Temperaturen und zunehmender Anforderungen an nachhaltiges Bauen rückt die Planung effizienter Lüftungskonzepte immer mehr in den Fokus der Baubranche. Der aktuelle Future of Home Report von VELUX zeigt spannende Ergebnisse: 29% der Österreicher:innen ist im Sommer in den eigenen vier Wänden zu heiß, in Großstädten sind es sogar 41%. Ein umfassendes Forschungsprojekt zum Thema Ventilative Cooling hat in einer bislang einzigartigen Studie unter Realbedingungen untersucht, wie sich verschiedene Lüftungsszenarien in der Nacht auf das Raumklima auswirken. Dafür wurden zwei baugleiche Testhäuser mit Ziegelwänden und außenliegender Beschattung an den Fenstern auf dem Gelände der BAUAkademie Salzburg gebaut. Diese wurden über mehrere Jahre mit mehr als 200 Sensoren überwacht, um das tatsächliche Kühlpotenzial verschiedener Nachtlüftungsszenarien zu erfassen. Die Ergebnisse liefern empirische Daten darüber, wie natürliche Nachtlüftung und intelligente Steuerung gezielt zur Gebäudekühlung eingesetzt werden können. Sie geben Planer:innen und Architekt:innen fundierte Grundlagen für die Entwicklung innovativer und kosteneffizienter Lüftungskonzepte.

Detaillierte Lüftungskonzepte und gezielte Platzierung der Fenster essenziell
Häuser zu bauen, ohne sich Gedanken über Lüftungskonzepte zu machen, ist nicht mehr zeitgemäß. Angesichts der immer heißer werdenden Sommer ist eine Außenbeschattung zwar Grundvoraussetzung – doch auch sie kann nicht verhindern, dass ein Teil der Strahlung eindringt und die Innenräume erwärmt. Bei längeren Hitzeperioden führt das unweigerlich zur Überhitzung. „Was reinkommt, muss auch wieder raus", bringt es Markus Winkler, Experte für Bauklimatik und Ventilative Cooling am Department für Bauen und Umwelt an der Universität für Weiterbildung Krems, auf den Punkt. Die tagsüber in Wänden und Böden gespeicherte Wärme muss nachts gezielt abgeführt werden. „Dieses Prinzip ist nicht neu, es ist jedoch in Vergessenheit geraten. Während man lange Zeit Lösungen nur über die Haustechnik suchte, erweisen sich passive Maßnahmen, wie das Zusammenspiel von Beschattung und gezielter Nachtlüftung, als deutlich nachhaltiger: ganz ohne zusätzliche Kühlenergie“, erklärt Winkler. Wichtig ist hier vor allem die richtige Anordnung der Fenster und deren Öffnungsmöglichkeiten: Fenster sollten gezielt auf zwei unterschiedlichen Seiten von Räumen oder Gebäudeteilen platziert werden, um Querlüftung zu ermöglichen. Dachabschnitte sollten zusätzliche Öffnungen bieten, um Kamineffekte zu nutzen.

Wärmespeicher zur aktiven Kühlung nutzen
Auch die thermische Speichermasse, also die Wärmespeicherkapazität von Wänden und Decken, sollte in das Lüftungskonzept eingebunden werden. „Die thermischen Speichermassen eines Gebäudes sind nicht nur passive Elemente, die Hitze aufnehmen. Sie können ebenso gezielt als aktive Kühlkomponente eingesetzt werden. Wer diese Speichermassen in den Nachtstunden durch intelligente, gezielte Lüftung aktiv entlädt, schafft damit eine riesige passive Kühlkapazität für den folgenden heißen Tag. Das ist das Geheimnis dieser Strategie: Man nutzt die physikalischen Eigenschaften der Gebäudehülle, um ohne externe Energiezufuhr zu kühlen“, erklärt Markus Winkler. Für Planer:innen und Architekt:innen bedeutet das: Speichermasse wird zur bewussten Planungsentscheidung und strategischen Kühlressource.

Intelligente Steuerung macht den Unterschied
Der dritte Erfolgsfaktor ist die intelligente Steuerung. Automatisierte Regelungen maximieren das Kühlpotenzial erheblich und ermöglichen es, dieses durch Nachtlüftung optimal auszuschöpfen. Solche Systeme berücksichtigen kontinuierlich die Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit, die gespeicherte Wärme in den Bauteilen und berechnen in Echtzeit die ideale Öffnungsstrategie. Sie öffnen die Fenster genau dann, wenn es draußen kühler ist, und schließen sie, bevor die Außentemperatur wieder steigt. Dies ist manuell kaum möglich – besonders nicht, wenn mehrere Räume koordiniert werden müssen.

Sunlighthouse: Best-Practice für nachhaltige Gebäudeplanung
Die Forschungsergebnisse sind nicht nur Theorie, sondern werden bereits von Architekt:innen praktisch umgesetzt. Das Sunlighthouse in Pressbaum wurde 2010 als erstes CO2-neutrales Einfamilienhaus Österreichs konzipiert und von Anfang an konsequent mit einem automatisierten Nachtlüftungskonzept geplant. Das Erfolgsgeheimnis liegt im integrierten Ansatz: 42 % Fensterfläche ermöglichen optimales Tageslicht, während ein intelligentes Lüftungssystem das Raumklima berücksichtigt – Wärmerückgewinnung im Winter und automatische Nachtlüftung im Sommer. Sensoren für Temperatur, Windgeschwindigkeit und CO2 steuern die Fenster vollautomatisch und führen tagsüber gespeicherte Wärme nachts ab. So bleiben die Temperaturen ganzjährig komfortabel. Das beweist, die notwendigen Lösungen existieren bereits. Es kommt nur darauf an, sie von Anfang an in die Planung zu integrieren. „Energieeffiziente und klimaresiliente Gebäude sind nicht zwangsläufig komplexer, wenn sie von Anfang an richtig geplant werden. Lüftungskonzepte, die auf natürlicher Nachtlüftung, durchdachter Fensteranordnung und intelligenter Steuerung basieren, maximieren Komfort und Energieeffizienz ganzheitlich. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich attraktiv“, erklärt Heinz Hackl, Public Affairs Manager von VELUX Österreich, abschließend.

Über das Forschungsprojekt „CoolBRICK“
Ziel des Forschungsprojekt war es, das Potenzial passiver Kühlstrategien durch die Nutzung thermischer Ziegelspeichermassen sowie die Entladung von Ziegelwänden durch natürliche Nachtlüftung aufzuzeigen. Durch ein umfassendes Monitoring zweier völlig baugleicher Ziegelsimulationsräume am Gelände der BAUAkademie Salzburg wurden sowohl unterschiedliche Regelungsstrategien der Nachtlüftung als auch die Lüftungseffekte bei unterschiedlichen Öffnungssituationen bei identischem Klima und denselben Rahmenbedingungen evaluiert. Begleitend zum Monitoring wurden umfangreiche thermodynamische Gebäudesimulationen durchgeführt. Das Forschungsprojekt wurde vom Forschungsverein Steine-Keramik, dem Verband Österreichischer Ziegelwerke (VÖZ), der Fachhochschule Salzburg, der Universität für Weiterbildung Krems, der ZAB Zukunftsagentur Bau und VELUX Österreich mit der Unterstützung des Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) umgesetzt. Untersuchungszeitraum: Sommer und Herbst 2024.

Über die VELUX Österreich GmbH
Die VELUX Österreich GmbH mit Sitz in Wolkersdorf ist ein Unternehmen der internationalen VELUX Gruppe. Seit mehr als 80 Jahren bringen VELUX Dachfenster weltweit Tageslicht und frische Luft in das Zuhause von Menschen und schaffen so bessere Lebensbedingungen. Das Produktprogramm umfasst Dachfenster, Flachdachlösungen, dekorative Rollos und Sonnenschutzprodukte, Rollläden sowie Zubehör für den Fenstereinbau und Smart Home Lösungen. Diese Produkte tragen dazu bei, helle, gesunde und energieeffiziente Räume unter dem Dach zu schaffen, in denen Menschen leben, arbeiten, lernen und spielen. Die Unternehmensgruppe arbeitet global – mit Vertriebs- und Produktionsstätten in 37 Ländern und rund 12.000 Mitarbeitenden weltweit. In Österreich beschäftigt VELUX über 70 Mitarbeitende.

Weitere Informationen unter www.velux.at

Pressetexte sowie druckfähiges Bildmaterial u.v.m. stehen im VELUX Presseforum unter www.velux.at/presse zum Download bereit.

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Thermische Speicherung
1 920 x 1 791 Loop Associates, ELI Digital Imaging
Ventilative Cooling
6 016 x 4 016 ZAB
Smarte Steuerung
1 920 x 1 441 VELUX / Jesper Jørgen Fotografi
Sunlight House
1 920 x 1 280 Romana Fürnkranz, juri troy architects
Sunlight House
1 920 x 1 280 Romana Fürnkranz, juri troy architects
Lüftungskonzept
1 920 x 1 698 VELUX / Jesper Jørgen Fotografi
Markus Winkler
2 815 x 2 816 Daniel Novotny
Heinz Hackl
3 004 x 4 205 Semrad

Kontakt

VELUX
VELUX Nordeuropa
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Mail: maik.seete@velux.com
Tel.: +49 40 2853 04692

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