Presseinformation vom 01.10.2026

KI-Infrastruktur: Weltweite Investitionen erreichen bis 2050 rund 31,6 Billionen US-Dollar

Rudolf Krickl PwC Österreich

CEO von PwC Österreich

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  • Jährliche Investitionen steigen laut Prognose von rund 800 Milliarden US-Dollar 2026 auf 1,8 Billionen US-Dollar 2050
  • Regelmäßige Erneuerung von Chips und Servern treibt den langfristigen Kapitalbedarf
  • Bezahlbarer, verlässlicher und CO₂-armer Strom wird zum entscheidenden Standortfaktor
  • Europa droht durch begrenzte Stromkapazitäten, Genehmigungshürden und fragmentierte Regulierung zurückzufallen
  • Disruptionen der Chip-Lieferketten könnten das globale Investitionsvolumen bis 2050 um fast 20 Prozent senken

Pressetext 4269 ZeichenPlaintext

  • Jährliche Investitionen steigen laut Prognose von rund 800 Milliarden US-Dollar 2026 auf 1,8 Billionen US-Dollar 2050
  • Regelmäßige Erneuerung von Chips und Servern treibt den langfristigen Kapitalbedarf
  • Bezahlbarer, verlässlicher und CO₂-armer Strom wird zum entscheidenden Standortfaktor
  • Europa droht durch begrenzte Stromkapazitäten, Genehmigungshürden und fragmentierte Regulierung zurückzufallen
  • Disruptionen der Chip-Lieferketten könnten das globale Investitionsvolumen bis 2050 um fast 20 Prozent senken

Wien, 1. Oktober 2026
– Bis 2050 fließen weltweit voraussichtlich 31,6 Billionen US-Dollar in KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Das prognostiziert der aktuelle „Global Data Centre Outlook 2026 –2050“ von PwC. Bei einem stärkeren Nachfragewachstum könnte der Investitionsbedarf auf nahezu 50 Billionen US-Dollar steigen. Strengere Exportkontrollen und gestörte Chip-Lieferketten könnten das Volumen hingegen auf 25,5 Billionen US-Dollar drücken. Die Ausgaben übersteigen historische Infrastrukturprojekte wie den Bau der Eisenbahn in Großbritannien und den USA oder die Entwicklung des Internets um ein Vielfaches. Für Europa entscheidet vor allem der Zugang zu bezahlbarem und verlässlichem Strom darüber, wie stark die Region von den Investitionen profitiert.
 
Die jährlichen Investitionen in Rechenzentren steigen laut Prognose von rund 800 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 1,8 Billionen US-Dollar 2050. Anders als bei früheren Infrastrukturwellen bleibt der Kapitalbedarf auch nach dem Bau hoch: Chips, Server und weitere IT-Komponenten müssen alle vier bis sechs Jahre erneuert werden. Der Anteil der IT-Ausstattung an den Gesamtinvestitionen wächst dadurch von heute rund 70 Prozent auf voraussichtlich 93 Prozent im Jahr 2050. Jeder US-Dollar, der in den Bau von Rechenzentren fließt, zieht langfristig etwa zwölf US-Dollar an weiteren IT-Ausgaben nach sich.
 
USA ziehen fast die Hälfte der Investitionen an
Mit voraussichtlich 15,1 Billionen US-Dollar entfallen rund 48 Prozent der weltweiten Investitionen auf die USA. Das leistungsfähige Chip-Ökosystem und die führende Rolle bei der Entwicklung großer KI-Modelle stärken ihre Position. Der asiatisch-pazifische Raum folgt mit 8,2 Billionen US-Dollar, angeführt von China und Indien.
 
Europa kommt auf 5,6 Billionen US-Dollar. Damit bleibt sein Anteil an den globalen Investitionen deutlich hinter seinem Anteil an der weltweiten Wirtschaftsleistung zurück. Begrenzte Stromkapazitäten, aufwendige Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie fragmentierte Regulierung bremsen den Ausbau.
 
„Wer KI-Investitionen fördern will, braucht leistungsfähige Stromnetze, rasche Genehmigungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Österreich muss Energieversorgung und digitale Infrastruktur gemeinsam weiterentwickeln, um Wertschöpfung im Land zu sichern. Energie effizient und verantwortungsvoll einzusetzen, ist dabei wirtschaftlich wie ökologisch entscheidend“, sagt Rudolf Krickl, CEO von PwC Österreich.
 
Energieversorgung entscheidet über Europas Chancen
Innerhalb Europas dürften Deutschland, Großbritannien und Spanien die höchsten Investitionen anziehen, gefolgt von Frankreich und Schweden. Entscheidend für die Standortwahl ist die Verfügbarkeit von bezahlbarem, verlässlichem und CO₂-armem Strom. Hinzu kommen schnelle Datenverbindungen, Sicherheit und vertrauenswürdiges Hosting für sensible Daten.
 
„Leistungsfähige Rechenzentren sind eine Grundlage für industrielle Innovation und Europas digitale Eigenständigkeit. Fehlen diese Kapazitäten, wächst die Abhängigkeit von anderen Weltregionen. Europa kann mit erneuerbaren Energien und hohen baulichen Standards punkten. Diese Stärken müssen wir gezielt nutzen und ausbauen“, sagt Thomas Inführ, Head of Automation & AI Solutions bei PwC Österreich.
 
 
Über den Global Data Centre Outlook
PwC hat Oxford Economics beauftragt, die Investitionen in Rechenzentren zur Unterstützung unserer Analyse zu modellieren. Die Untersuchung umfasst 46 Länder und Regionen, die den Großteil der globalen Wirtschaftstätigkeit und Investitionen in digitale Infrastruktur abdecken. Weitere Informationen zum Bericht und zur Methodik finden Sie unter https://direkt.pwc.at/data-centers
Über PwC
PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 365.000 Mitarbeitende in 136 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei. Erfahren Sie mehr unter www.pwc.at.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure.
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