Presseinformation vom 21.07.2026

Psychische Belastung wächst: Drei Viertel der Beschäftigten in Österreich fordern passendere Arbeitsmodelle

PwC-Umfrage zeigt: Arbeitsfähigkeit, Motivation und langfristige Bindung entstehen dort, wo Arbeit zur jeweiligen Lebensphase passt

Sophie Landsteiner PwC Österreich

Workforce Transformation Lead bei PwC Österreich

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  • Beschäftigte wollen keine Standardlösung: 75 % der Arbeitnehmer:innen in Österreich bevorzugen lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle
  • Förderlücke am Arbeitsplatz: Fast jede:r Vierte in Österreich fühlt sich im Job nicht gefördert
  • Treiber für Arbeitsfähigkeit: Zusammenarbeit, Flexibilität und Wertschätzung sind die wichtigsten Hebel für Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  • Psychische Belastung steigt: 63 % berichten von einer gestiegenen psychischen Belastung – bei Personen mit Pflegeverantwortung sind es 83 %
  • Finanzielle Unsicherheit: Frauen und Personen mit Pflegeverantwortung haben seltener finanzielle Klarheit für die Pension und blicken kritischer auf ihre finanzielle Zukunft

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  • Beschäftigte wollen keine Standardlösung: 75 % der Arbeitnehmer:innen in Österreich bevorzugen lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle
  • Förderlücke am Arbeitsplatz: Fast jede:r Vierte in Österreich fühlt sich im Job nicht gefördert
  • Treiber für Arbeitsfähigkeit: Zusammenarbeit, Flexibilität und Wertschätzung sind die wichtigsten Hebel für Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  • Psychische Belastung steigt: 63 % berichten von einer gestiegenen psychischen Belastung – bei Personen mit Pflegeverantwortung sind es 83 %
  • Finanzielle Unsicherheit: Frauen und Personen mit Pflegeverantwortung haben seltener finanzielle Klarheit für die Pension und blicken kritischer auf ihre finanzielle Zukunft

Wien, 21. Juli 2026 Die Anforderungen im Erwerbsleben verändern sich im Laufe der Zeit deutlich und mit ihnen auch die Bedürfnisse, Belastungen und Erwartungen von Beschäftigten an ihre Arbeitgeber. Die aktuelle PwC-Studie „Arbeiten im Wandel der Lebensphasen“, für die 1.092 erwerbstätige Personen in Österreich befragt wurden, zeigt: 75 % der Arbeitnehmer:innen bevorzugen lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle. Ob Menschen länger im Erwerbsleben bleiben, hängt daher wesentlich davon ab, ob Arbeit auch in späteren Lebensphasen attraktiv, machbar und unterstützend gestaltet ist.

Psychische Belastung nimmt über Lebensphasen hinweg zu
Psychische Belastung ist kein Randphänomen. 63 % der Befragten geben an, dass ihre psychische Belastung im Vergleich zu vor zwei Jahren spürbar zugenommen hat. Besonders stark betroffen sind Personen mit Pflegeverantwortung: Mit 83 % liegt diese Gruppe deutlich über dem Durchschnitt und weist die stärkste Belastungszunahme auf.

Die zusätzliche Verantwortung trübt auch den Blick in die Zukunft: Während der Zukunftsoptimismus bei Personen im Karriereaufbau bei 70 % und in der späten Berufsphase bei 59 % liegt, fällt er bei Menschen mit Pflegeverantwortung mit 48 % deutlich niedriger aus. Auch die finanzielle Zuversicht mit Blick auf die Pension variiert spürbar. Besonders deutlich werden dabei geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen haben seltener finanzielle Klarheit für die Pension als Männer – 48 % gegenüber 62 %.

„Besonders deutlich werden die blinden Flecken bei Frauen, in späteren Erwerbsphasen und bei Pflegeverantwortung: Hier verdichten sich Belastung, geringere Förderung, schwächerer Zukunftsoptimismus und finanzielle Unsicherheit. Umso wichtiger ist es, Arbeit so zu gestalten, dass sie auch in herausfordernden Lebensphasen tragfähig bleibt“, erklärt Sophie Landsteiner, Workforce Transformation Lead bei PwC Österreich.

Zusammenarbeit zählt mehr als Gehalt
Die wichtigsten Treiber für Arbeitsfähigkeit und nachhaltige Leistungsfähigkeit liegen längst nicht mehr ausschließlich in klassischen Faktoren wie Gehalt oder strukturellen Rahmenbedingungen. Als wichtigste Hebel nennen die Befragten Zusammenarbeit im Team und Flexibilität am Arbeitsplatz mit jeweils 32 % sowie Wertschätzung und Anerkennung durch Arbeitgeber mit 26 % – noch vor finanziellen Anreizen (24 %) oder Telearbeit (23 %).

Allerdings gibt fast jede:r Vierte (23 %) an, dass die eigene Arbeitsfähigkeit in den vergangenen zwei Jahren nicht gefördert wurde. Besonders deutlich zeigt sich diese Förderlücke bei Frauen: 27 % berichten von fehlender Förderung, bei Männern sind es 20 %.

„Arbeitsfähigkeit darf nicht nur über allgemeine Angebote adressiert werden. Entscheidend ist, ob Maßnahmen die relevanten Zielgruppen tatsächlich erreichen, sichtbar sind und zur jeweiligen Lebens- und Erwerbsrealität passen. Unternehmen, die diese Bedürfnisse gezielt adressieren, stärken Bindung, Leistungsfähigkeit und ihre Wettbewerbsfähigkeit am Arbeitsmarkt“, so Landsteiner.

Weitere Informationen zur Studie: https://direkt.pwc.at/lebensphasen

Über die Studie „Arbeiten im Wandel der Lebensphasen“
Die Studie basiert auf einer im Mai 2026 durchgeführten Befragung von 1.092 erwerbstätigen Personen in Österreich. Beide Geschlechter sind nahezu gleich stark vertreten, der Altersschwerpunkt liegt klar im aktiven Erwerbsalter. Die Lebensphasen Ausbildung, Berufseinstieg, Karriereaufbau, Familienphase, Neuorientierung, Pflegeverantwortung und späte Berufsphase sind breit abgedeckt.

 

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