Presseinformation vom 09.09.2026
Partnerin und Expertin für Digital and Customer Transformation bei PwC Österreich
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Gesundheit wird Teil des Alltags: 69 % verfolgen regelmäßig mindestens zwei gesundheits- oder ernährungsbezogene Gewohnheiten
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Digitale Gesundheitshelfer sind etabliert: 80 % nutzen zumindest eine App oder ein Wearable
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KI trifft vor allem bei Jüngeren auf hohe Akzeptanz – bei konkreten Entscheidungen bleibt menschliche Expertise entscheidend
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Neue Nachfrage entsteht rund um Diagnostik, Coaching und personalisierte Gesundheitsangebote
Wien, 9. September 2026 – Gesundheit und Wohlbefinden werden zunehmend Teil des täglichen Lebens. Konsument:innen beobachten ihre Ernährung, ihren Schlaf oder ihre körperliche Aktivität, sammeln Gesundheitsdaten und passen ihr Verhalten entsprechend an. Das zeigt die aktuelle „Voice of the Consumer 2026“-Studie von PwC, für die über 21.000 Konsument:innen in 27 Ländern befragt wurden. 69 % verfolgen regelmäßig mindestens zwei gesundheits- oder ernährungsbezogene Gewohnheiten. 80 % nutzen bereits zumindest eine App oder ein Wearable für eine Gesundheits- oder Wellnessaktivität.
„Gesundheit findet längst nicht mehr nur in der Arztpraxis statt. Menschen beschäftigen sich kontinuierlich damit im Alltag und greifen auf immer mehr Daten und digitale Hilfsmittel zurück. KI kann diesen Wandel weiter beschleunigen. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse klar: Gerade bei Gesundheitsentscheidungen bleiben Vertrauen und menschliche Expertise zentral“, sagt Nicole Prieller, Partnerin und Leiterin Digital & Customer Transformation bei PwC Österreich.
KI gewinnt an Bedeutung, Vertrauen bleibt menschlich
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel beim Einsatz künstlicher Intelligenz. Unter jüngeren Generationen fühlen sich 86 % damit wohl, KI für zumindest eine Gesundheits- oder Wellnessaufgabe einzusetzen – etwa für Ernährungsplanung, Fitnessprogramme oder Gesundheitsmonitoring. Bei älteren Generationen sind es 62 %.
Bei konkreten Gesundheitsentscheidungen bleibt menschliche Expertise allerdings deutlich wichtiger: 57 % zählen medizinisches Fachpersonal zu ihren wichtigsten Einflussfaktoren, 50 % Freunde, Familie oder Kolleg:innen. KI-Tools oder dialogbasierte KI werden dagegen von 18 % unter den fünf wichtigsten Einflüssen genannt. Auch bei der Weitergabe persönlicher Gesundheitsdaten zeigt sich, wie entscheidend Vertrauen bleibt.
Neue Wachstumsfelder rund um Gesundheit
Mit dem veränderten Gesundheitsverhalten entsteht zugleich Nachfrage nach neuen Produkten und Services. 63 % der Befragten zeigen Interesse an Gesundheitsinformationen und Diagnostik, 60 % an Coaching- und Verhaltensprogrammen und 54 % an Geräten, Equipment und intelligenten Umgebungen. Besonders gefragt sind Angebote, die klassische Produkte mit Daten, Diagnostik, Monitoring, Coaching oder personalisierten Empfehlungen verbinden.
Dabei bleiben die grundlegenden Kaufkriterien unverändert: Für fast drei Viertel der Befragten steht ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an erster Stelle. Auch Kosten, einfache Nutzung und verständliche Informationen sind entscheidend. Personalisierbarkeit ist für 58 % relevant.
„Für Unternehmen liegt die Chance nicht darin, jedes Produkt zum Gesundheitsprodukt zu machen. Entscheidend ist, von konkreten Bedürfnissen auszugehen und dafür passende Produkte, Services und Beratung intelligent zu verbinden. Wer Gesundheit einfacher zugänglich macht und dabei Vertrauen schafft, kann sich neue Wachstumsfelder erschließen“, sagt Harald Dutzler, Partner bei Strategy& Österreich.
Über die Studie
Für die globale „Voice of the Consumer 2026“-Studie befragte PwC im Februar und März 2026 insgesamt 21.808 Konsument ab 18 Jahren in 27 Ländern. Untersucht wurden unter anderem Gesundheits- und Ernährungsgewohnheiten, der Einsatz von Technologie und KI, die Nutzung von GLP-1-Präparaten, persönliche Gesundheitsziele sowie die Nachfrage nach Gesundheits- und Wellnessprodukten und -services.