Presseinformation vom 30.04.2026
v.l.n.r.: Lisa Staltner (Moderation durch Chefredakteurin „Die Niederösterreicherin“), Nicole Prieller (Partnerin und Geschäftsführung Digital & Customer Transformation, pwc), Sarah Lamboj (CEO smart Österreich), Kerstin Kolm (Gastroleitung WEIN & CO) und Daniela Bauer (Geschäftsführerin Wirtschaft SK Rapid Wien)
Wien, am 30.04.2026 – Frauen sind in Österreich so gut ausgebildet wie noch nie, trotzdem sind sie in Führungspositionen weiterhin unterrepräsentiert: Nur 14 % der Geschäftsführungs- und 28 % der Aufsichtsratspositionen der 200 umsatzstärksten österreichischen Unternehmen wurden 2025 von Frauen besetzt.1 Dass dieser Mangel an Diversität nicht nur ein Gleichstellungsproblem, sondern auch ein wirtschaftlicher Wettbewerbsnachteil ist, machte das exklusive „Female Advantage Breakfast“ von smart und WIENERIN deutlich: Die Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen in Managementpositionen, stärkte den Austausch zwischen österreichischen Unternehmerinnen und lieferte inspirierende Einblicke aus verschiedenen Branchen.
Female Leadership als Erfolgsfaktor der Zukunft
Eines wurde von Anfang an deutlich: Diversität muss als strategischer Erfolgsfaktor erkannt werden. Autor und Trendexperte für Arbeit und Bildung Ali Mahlodji unterstrich dies in seiner eröffnenden Keynote und beleuchtete die Chancen, die diverse Führungsmodelle für Organisationen bieten. Er betonte, dass Vielfaltskompetenz und ein Raum, in dem alle Perspektiven gehört werden, die Zukunftsfähigkeit von Organisationen prägen.
Sarah Lamboj, CEO smart Österreich, bekräftigte dies: „Die Kraft eines Unternehmens liegt in vielfältigen Perspektiven. Female Leadership ist kein Nischenthema – es ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Erfolgreiches Leadership basiert auf Vertrauen statt Kontrolle, gibt Raum zur Entfaltung anstelle Antworten zu diktieren und schafft damit Sicherheit in einem sich ständig verändernden Umfeld. Diverse Führung spielt dabei eine zentrale Rolle.“
Branchenübergreifende Perspektiven und Austausch
In der anschließenden Paneldiskussion diskutierten Sarah Lamboj (CEO smart Österreich), Kerstin Kolm (Gastroleitung WEIN & CO), Daniela Bauer (Geschäftsführerin Wirtschaft SK Rapid Wien) und Nicole Prieller (Partnerin und Geschäftsführung Digital & Customer Transformation, pwc) über die Chancen und Herausforderungen von diversen Leadership-Modellen in ihren jeweiligen Bereichen:
Kerstin Kolm, Gastroleitung WEIN & CO, dazu: „Female Leadership bedeutet für mich viel Empathie und Teamplaying, gepaart mit einer Balance aus Klarheit und Intuition, eine große Portion Mut und ein starkes, atemberaubendes Netzwerk an alle FLINTA-Personen, die es schaffen, gemeinsam Großes zu schaffen.”
„Genau solche Formate wie das Female Advantage Breakfast brauchen wir heute mehr denn je. Ein Raum, in dem Frauen aus Wirtschaft, Sport und Gesellschaft zusammenkommen, um offen über diverse Führungsmodelle zu sprechen und voneinander zu lernen. Es war mir eine Ehre, Teil dieser Runde zu sein. Meine Erfahrung zeigt mir, dass diverse Führungsteams bessere Entscheidungen treffen, weil sie mehr Perspektiven einbringen. Für mich ist Vielfalt ein Wettbewerbsvorteil. Female Advantage ist daher kein Bonus, er ist ein strategischer Erfolgsfaktor, den wir noch viel stärker nutzen müssen", sagt Daniela Bauer, Geschäftsführerin Wirtschaft SK Rapid Wien.
Nicole Prieller, Partnerin und Geschäftsführung Digital & Customer Transformation bei pwc, abschließend: „Führung wie sie bisher war, wird nicht mehr lange funktionieren. Selbstführung und Mut im Leadership sind jetzt entscheidend. Was ich mir daher für die Zukunft wünsche? Weniger Macht und mehr Enablement in Führungspositionen, um Diversität als nachhaltigen Erfolgsfaktor zu festigen“.
Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung vor allem Raum für gegenseitigen Austausch und branchenübergreifende Inspiration.
1 Arbeiterkammer Österreich (Wien). (4. März, 2025). Anteil der Frauen in Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der 200 umsatzstärksten Unternehmen in Österreich von 2013 bis 2025 [Graph]. In Statista.