Presseinformation vom 11.08.2026

Was ist eigentlich digitale Barrierefreiheit und warum braucht es sie?

Helena Selakovic David Alscher

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Beim Stichwort „Barrierefreiheit“ denken viele an Rollstuhlrampen oder Bodenleitsysteme am Gehsteig, die blinden Menschen bei der Orientierung helfen. An Pop-ups, Alternativtexte oder Farbkontraste auf Websites denkt man eher nicht. Dabei sind es gerade diese digitalen Barrieren, die tagtäglich Menschen mit und ohne Behinderung von der Teilnahme am digitalen Leben ausschließen. Digitale Barrierefreiheit ist der Abbau dieser oft unsichtbaren Hürden.

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Beim Stichwort „Barrierefreiheit“ denken viele an Rollstuhlrampen oder Bodenleitsysteme am Gehsteig, die blinden Menschen bei der Orientierung helfen. An Pop-ups, Alternativtexte oder Farbkontraste auf Websites denkt man eher nicht. Dabei sind es gerade diese digitalen Barrieren, die tagtäglich Menschen mit und ohne Behinderung von der Teilnahme am digitalen Leben ausschließen. Digitale Barrierefreiheit ist der Abbau dieser oft unsichtbaren Hürden.

Wien, am 11. August 2026 – Der digitale Raum ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Aus diesem Raum ausgeschlossen zu sein, ist ein Ausschluss aus einem Teil des gesellschaftlichen Lebens. Während Menschen ohne Behinderung digitale Angebote oft problemlos nutzen können, können das Menschen mit Behinderung nicht, wenn sie digitale Barrieren aufgrund ihrer Behinderung nicht überwinden können. Was für viele ein simpler Mausklick ist, kann etwa für blinde Personen eine digitale Sackgasse sein.

Gesetzliche Grundlage: Barrierefreiheitsgesetz seit 28.6.2025 gültig
Um diesbezüglich für Gleichberechtigung zu sorgen, schreibt das Barrierefreiheitsgesetz in Österreich seit dem 28. Juni 2025 vor, dass Unternehmen Websites, die sich direkt an Endkonsument:innen richten, für alle Menschen zugänglich machen müssen. Eine Website muss zahlreiche Kriterien erfüllen, um als barrierefrei zu gelten. Dazu zählt unter anderem, dass die Navigation ohne Maus möglich sein muss oder dass ein ausreichender Kontrast das Lesen erleichtert.

Die häufigsten digitalen Barrieren: 53 % der Österreicher:innen betroffen
Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Accessiway sind ablenkende Werbung bzw. Pop-ups die größte digitale Barriere für die Österreicher:innen. Darauf folgen eine verwirrende Navigation, lange Ladezeiten und Elemente, die nicht auf Mobilversionen optimiert sind.

Diese Barrieren können für Menschen mit Behinderung dazu führen, dass sie eine Website gar nicht bedienen können. Sie erschweren die Bedienung jedoch auch für Menschen ohne Behinderung. Mehr als die Hälfte (53 %) der Österreicher:innen hat laut der Accessiway-Umfrage Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Inhalte. „Wir alle kennen diese Situationen beim Surfen, in denen man sich fragt: ‚Wie komme ich da wieder zurück? Was wollen die von mir hier? Warum ist das jetzt weg?‘. Digitale Barrieren betreffen uns alle – ob wir mit einer Behinderung leben oder nicht“, sagt Helena Selakovic, Expertin für digitale Barrierefreiheit bei Accessiway.

Digitale Barrieren: Ein wirtschaftlicher Nachteil
Wer auf der Unternehmenswebsite digitale Barrieren hat, dem entgeht Umsatz. Das hat zwei Gründe. Erstens schließen digitale Barrieren Menschen mit Behinderungen von Teilen der Website aus. Das bedeutet, sie finden Informationen nicht oder können Käufe nicht abschließen. Digitale Barrieren verkleinern somit den Pool an potenziellen Käufer:innen. Zweitens beeinträchtigen digitale Barrieren auch die User Experience von Menschen ohne Behinderung. Wenn die Website zu lange lädt, man Informationen nicht findet oder Formulare zu komplex sind, brechen auch Menschen ohne Behinderung Kaufvorgänge ab. Die geringste Toleranz gegenüber digitalen Barrieren hat tatsächlich die Generation Z. Sie bricht Online-Käufe oder Online-Suchen sogar häufiger wegen digitaler Barrieren ab als Millennials oder Babyboomer.

Wie man digitale Barrieren abbaut
Um ihre digitalen Barrieren zu erkennen und zu beheben, setzen viele Unternehmen auf automatische, KI-basierte Analysetools. Diese sind jedoch sehr fehleranfällig, sagt Helena Selakovic: „Automatische Scantools erkennen Barrieren nicht vollständig. Wer rechtskonform handeln möchte, braucht zusätzlich die Expertise von Barrierefreiheitsexpert:innen – besonders bei der Behebung der Probleme."

Um Unternehmen eine Möglichkeit zu geben, den Barrierefreiheitsstatus ihrer Websites nachzuverfolgen und den Fortschritt der Behebung an einem Ort zu verwalten, hat Accessiway auf einer neuen Plattform technologische Exzellenz und menschliche Expertise vereint. Die Plattform bietet zudem die notwendigen Tools für Software-Entwickler:innen, um Probleme effizient zu lösen.

Quelle (Accessiway-Umfrage): LINK
Über Accessiway
Accessiway ist der führende europäische Anbieter im Bereich der digitalen Barrierefreiheit. Das Unternehmen unterstützt Organisationen ganzheitlich dabei, ihre digitalen Angebote inklusiver, benutzerfreundlicher und gesetzeskonform zu gestalten. Dafür hat Accessiway eine Plattform entwickelt, die technologische Exzellenz und menschliche Expertise bündelt. Ziel des Unternehmens ist es, Menschen mit Behinderungen einen besseren Zugang zum digitalen Raum zu ermöglichen. Accessiway expandierte 2022 nach Österreich und ist europaweit tätig. Heute arbeiten mehr als 150 Mitarbeiter:innen an vier Standorten und begleiten über 2.000 Unternehmen in Europa auf ihrem Weg zu mehr digitaler Barrierefreiheit.

Accessiway ist Teil von team.blue, einer der bedeutendsten europäischen Unternehmensgruppen im Bereich digitaler Services mit mehr als 3,3 Millionen aktiven Kund:innen in 22 Ländern.

Weitere Informationen unter: https://www.accessiway.com/de
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Accessiway Christoph Eisbacher
Christoph Eisbacher
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